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5 Experten erklären Für welche Dienstleistungen können Makler Service-Gebühren verlangen?

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Schaden-, Haftungsrisiken für Unternehmer, Freiberufler

„Wenn die Vergütung aus Provisionen an Bedeutung verliert, müssen Finanzberater neue Wege finden, ihre Leistungen für den Kunden zu finanzieren“, ist sich auch Ralf Werner Barth (Foto) sicher. Dem Vorstand der Vereinigung zum Schutz von Anlage- und Versicherungsvermittlern (VSAV) zufolge erbringen Makler immer öfter Dienstleistungen, die sie bisher nicht einzeln angeboten haben.

„Das sind zum Beispiel Analysen und Auswertungen im Bereich der Schaden- und Haftungsrisiken für Unternehmer und Freiberufler. Die Analyse erkennt wie eine Wärmebildkamera die Risiken der Kunden – beispielsweise hinsichtlich arbeitsrechtlichen Problemen, Personal im Ausland, dem Ausfall so genannter Key-Personen oder Vorsorgevollmachten des Inhabers“, erklärt Barth.

Risiko-Analyse gegen feste Gebühr

Dieser Service erfolge in der Regel gegen eine feste Grund- und Schutzgebühr, die im Falle des VSAV bei 199 Euro liege. Je nach Kundengruppe kann die Service-Gebühr bei einer späteren Vermittlung einer Versicherung mit der Provision für den Vermittler verrechnet werden.

„Eine Rückerstattung der Service-Gebühr ist eher im Privatkundengeschäft typisch“, berichtet Barth. „Gewerbekunden akzeptieren dagegen eher, für verschiedene Dienstleistungen separate Gebühren zu bezahlen.“ Entsprechende Gebührenmodelle müssten insbesondere neu am Markt antretende Makler entwickeln. Barth: „Sie müssen sich überlegen, wie sie ihren Zeiteinsatz den Kunden in Rechnung stellen wollen.“

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