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Brücke in Shanghai Foto: IMAGO / VCG
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Ein Jahr im Corona-Modus

5 Lehren aus dem vergangenen Jahr

Vor mehr als einem Jahr wurde das Unvorstellbare wahr: Eine Pandemie ungekannten Ausmaßes begann sich über den Globus auszubreiten und erschütterte das Leben von Milliarden von Menschen. 3 Millionen Tote sind zu beklagen; Covid-19 brachte unsägliches Leid mit sich.

Die vergangenen zwölf Monate waren sehr schwer. Aktuell scheint die Welt aber auf gutem Weg zu sein, um das gewohnte Leben bald wieder aufzunehmen. Daher scheint es an der Zeit, Rückschau zu halten: Was hat sich im vergangenen Jahr verändert? Und was können wir daraus lernen?

Investiert bleiben und auf Diversifizierung achten. Der Ausverkauf im Februar und März 2020 war für viele Anleger sehr schmerzhaft – nicht wenige Papiere erlebten zweistellige Wertverluste. Trotzdem: Es war weise, sich nicht von seinem Kurs abbringen zu lassen. Timing ist selbst für die erfahrensten Anlageprofis ein schwieriges Unterfangen, und auch in diesem Fall haben nur sehr wenige vorhergesehen, wie schnell der Markt sich erholt hat: Seit dem Tief im März 2020 sind sowohl der S&P 500 Index als auch der MSCI All Country World Index nach Bloomberg-Angaben um mehr als 65 Prozent gestiegen. Hätten Anleger ihre Bestände inmitten der Volatilität verkauft und auf eine vermeintlich längere Erholungsphase gewartet, wären ihre Portfolios von teils beträchtlichem Wertverlust betroffen gewesen. Der März 2020 ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, ein Portfolio darauf auszurichten, langfristig investiert zu bleiben.

Nach Chancen Ausschau halten. Zweifellos ist es wichtig, das Kernportfolio als Basis der gesamten Kapitalanlage beizubehalten. Es besteht typischerweise aus einem Mix aus Aktien und Anleihen, der den Zielen, der Risikotoleranz und dem Zeithorizont der jeweiligen Anleger entspricht. Andererseits ist aber auch entscheidend, ein Portfolio bei Bedarf taktisch anpassen zu können. In diesem Zusammenhang schlug das BlackRock Investment Institute (BII) unlängst vor, dass Anleger eine Untergewichtung von US-Treasuries in Erwägung ziehen und Aktien gegenüber Anleihen den Vorzug geben könnten. Aufgrund einer möglicherweise steigenden Inflation regte das BII zudem an, inflationsgeschützte US-Staatsanleihen in Betracht zu ziehen. Bei Aktien gefallen den BII-Spezialisten die Sektoren Technologie und Gesundheitswesen sowie der Faktor Quality, also Unternehmen mit starken Bilanzen und Cashflows, die tendenziell widerstandsfähiger gegenüber den Folgen der Pandemie und der globalen Wirtschaftskrise sein dürften. Absehbar ist zudem im laufenden Jahr, dass Schwellenländer und insbesondere China punkten; sie würden insbesondere von einem Aufschwung als Folge der Impffortschritte sowie einem schwächeren US-Dollar profitieren. Unsere Beobachtung: Bei iShares-Anlegern liegt der Fokus deutlich auf Aktien, die in diesem Jahr starke Zuflüsse erlebten.

Megatrends verstetigen sich. Die Folgen der Pandemie haben einige technologische und makroökonomische Trends beschleunigt. Daraus ergeben sich für Anleger eine ganze Reihe langfristiger Anlagechancen. So erweisen sich etwa Genomik und Immunologie als entscheidend im Kampf gegen Covid-19 und andere Krankheiten, und tatsächlich: Der NYSE FactSet Global Genomics and Immuno Biopharma Index ist nach Bloomberg-Angaben seit März 2020 um 98 Prozent gestiegen. Trends wie der Online-Handel und die Nachfrage nach Homeoffice-Technologie erwiesen sich ebenfalls als sehr stark. Und unter der Biden-Administration sollen über viele Jahre hinweg in den USA gewaltige Infrastrukturprojekte gestemmt werden. Wenn Anleger direkt in solche Megatrends investieren, können sie die langfristigen Wachstumschancen gezielter nutzen als durch das übliche Sektor-Engagement.

Nachhaltiges Investieren wird Mainstream. Viele Marktteilnehmer gingen davon aus, dass die Konjunkturabschwächung infolge der Pandemie den Trend zu nachhaltigen und ESG-Investitionen beeinträchtigen oder sogar drehen könnte. Tatsächlich war das Gegenteil der Fall: 2020 gewannen nachhaltige Investments und Anlagen, die Umwelt, Soziales und die Unternehmensführung (ESG) fokussieren, an Zugkraft. Denn immer mehr Anleger erkennen, dass Nachhaltigkeitsthemen wie Gesundheit, die Sicherheit von Arbeitnehmern sowie der Klimawandel Anlagethemen sind, die sich langfristig auf Risiko und Rendite auswirken können. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 schnitten einer Blackrock-Untersuchung zufolge 80 Prozent der nachhaltigen Indizes besser ab als ihre Pendants ohne ESG-Fokus. Wir sind davon überzeugt, dass ESG immer wichtiger wird – und zwar sowohl für die Art und Weise, wie Unternehmen arbeiten, als auch für die Art und Weise, wie Anleger investieren.

iShares-ETFs sind nützliche Anlageinstrumente. 2020 haben iShares-ETFs immer wieder gezeigt, wie wertvoll sie für Anleger sein können. Während der Volatilität im März haben viele Anleger und insbesondere Institutionen Anleihe-ETFs von iShares genutzt, um die Herausforderungen ihrer Portfolios zu meistern. Da der zugrunde liegende Anleihemarkt im Wesentlichen eingefroren war, kauften viele private und institutionelle Anleger Anleihe-ETFs statt Einzelanleihen – denn ETFs boten Liquidität und Preistransparenz sowie niedrigere Transaktionskosten. Später im Jahr, als sich die Märkte wieder erholt hatten, griffen Anleger mittels ETFs auf Marktsegmente mit Wachstumschancen zu, so etwa auf die Bereiche erneuerbare Energien und Schwellenländer. Welches Umfeld auch immer – fast immer bieten iShares-ETFs einen Zugang.

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