Henning Lindhoff (Redakteur)Lesedauer: 2 Minuten

Ein Viertel hat Plan in der Schublade 59 Prozent der Deutschen sind potenzielle Frührentner

Frau am Computer
Frau am Computer: Pläne für die Frührente schreiten bei vielen Bürgern voran. | Foto: Natural Women Collection

23,5 Prozent der Deutschen planen, vor dem gesetzlichen Rentenalter in den Ruhestand zu wechseln. Weitere 35,1 Prozent können sich den vorgezogenen Renteneintritt vorstellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA). Die Forscher befragten 1.438 Menschen in Deutschland im Alter zwischen 18 und 65 Jahren.

Mehr als die Hälfte der Bürger kann sich vorgezogenen Renteneintritt vorstellen. (Quelle: DIVA)


Dass sich viele Menschen mit einem vorzeitigen Ruhestand beschäftigen, überrascht nicht, sagt Michael Heuser, der wissenschaftliche Direktor des DIVA. Perspektivisch müssen im gesetzlichen Rentensystem immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentner aufkommen. Deshalb müssen jüngere Erwerbstätige sogar damit rechnen, dass ihr Renteneintrittsalter von aktuell 67 Jahren noch weiter nach oben gesetzt wird.

Unterschiedliche Strategien, um Frührente zu finanzieren

Rund 26 Prozent der potenziellen Frührentner sichern sich mit zusätzlichen Rentenprodukten ab, etwa den staatlich geförderten Riester- oder Rürup-Renten. Ein weiteres Viertel will dazu vermietete Immobilien oder Aktienfonds nutzen. 28,6 Prozent besitzen eine selbstgenutzte Immobilie und rechnen mit den gesparten Mietausgaben. 30,8 Prozent schränken sich zudem beim Konsum ein.

27,7 Prozent wollen mindestens bis zum gesetzlichen Rentenalter berufstätig bleiben. Bei knapp 80 Prozent der Fälle spielen finanzielle Gründe eine Rolle. Fast die Hälfte dieser Gruppe hat aber auch schlicht Freude am Arbeiten.

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