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6 Prozent Verlust in einer Woche Verhafteter Oligarch reißt Osteuropa-Fonds mit

Der Skandal um Wladimir Jewtuschenkow erinnerte an den Fall Chodorkowski: Einer der reichsten Männer Russlands wurde vergangene Woche verhaftet. Die Behörden warfen dem Mehrheitsaktionär der russischen Finanzgruppe Sistema Geldwäsche vor, Beobachter gingen von politischen Motiven für die Strafverfolgung aus.

Die Aktienkurse von Sistema sowie von dem Telekom-Anbieter Mobile Telesystems, der Größtenteils Sistema gehört, brachen ein. Das bekamen auch Investoren - darunter Russland- und Osteuropa-Fonds - zu spüren. Der britische Finanzdienst Citywire hebt vor allem zwei Produkte hervor, die besonders stark unter dem Einbruch gelitten haben. Zum Einen war das der Baring Emerging Europe von der Investmentgesellschaft Barings: Der Fondsmanager Matthias Siller hat mehr als die Hälfte des Vermögens in Russland angelegt. Sistema und Mobile Telesystems machten Ende August jeweils mehr als 3 Prozent des Fondsportfolios aus. Vergangene Woche verlor der Fonds laut Citywire 3 Prozent.

Noch härter traf es einen Russland- Fonds von J.P. Morgan. Oleg Biryulyov, Manager des J.P. Morgan Russian Securities legte 4 Prozent des Portfolios in Mobile Telesystems an. Sein Fonds rutschte laut Citywire in der vergangenen Woche um ganze 6 Prozent ab.

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