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Hammer, Sichel und Mobiltelefone: Passanten in Schanghai | © Getty Images

64 Fonds im Crashtest

Die besten Fonds für China-Aktien

In China investieren? Eine Frage, bei der Anleger durchaus ins Grübeln geraten können, wenn US-Präsident Donald Trump mal wieder die Zollkeule gegen die fernöstliche Konkurrenz schwingt und gleichzeitig „Tagesthemen“-Moderator Ingo Zamperoni mit sorgenvoller Miene den eskalierenden Konflikt zwischen Hongkongs Demokratiebewegung und der Zentralregierung in Peking kommentiert. Was da nicht alles passieren kann!

Was man dagegen alles verpassen kann, zeigt der Blick an die Börse. Allein seit Jahresbeginn liegen auf China spezialisierte Aktienfonds im Durchschnitt mit mehr als 20 Prozent im Plus, die besten von ihnen sogar mehr als 40 Prozent (Stichtag: 9. September 2019). Ganz zu schweigen vom langfristigen Aufschwung, den die Kurse in Shenzhen, Shanghai und Hongkong genommen haben. Der dienstälteste hierzulande zum Vertrieb zugelassene China-Fonds, der Baring Hong Kong China, etwa steigerte seinen Anteilspreis seit der Auflegung 1982 um 6.840 Prozent. Und wer seit 2012 durchgehend am chinesischen Internet-Riesen Tencent beteiligt ist, kann darüber, dass sich die in jenem Jahr an die Börse gekommene Facebook-Aktie seither verfünffacht hat, nur müde lächeln.

Die besten Fonds für China-Aktien

Rang

Fondsname

ISIN

Punkte Gesamt

Punkte Performance

Punkte Stresstest

Punkte Aktives Management

Fondsvolumen in Mio EUR

1

UBS (Lux) Equity China Opportunity

LU0067412154

80

35

20

25

6.557

2

UBS (Lux) Equity Greater China

LU0072913022

70

27

20

23

989

3

Matthews Asia China Dividend

LU0871673132

68

22

24

22

15

4

Neuberger Berman China Equity

IE00B543WZ88

65

31

12

22

781

5

Schroder Greater China

LU0140636845

64

23

24

17

1.235

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Eine passende Antwort auf das Soll-ich-soll-ich-nicht-Dilemma scheint die in San Francisco ansässige Gesellschaft Matthews Asia gefunden zu haben. Sie hat als bislang einziger in Deutschland aktiver Investmentanbieter einen China-Aktienfonds aufgelegt, der explizit Dividendentitel kauft. Und das ausgesprochen erfolgreich, wie der jüngste Crashtest offenbart: Unter 64 in dieser Kategorie gelisteten Teilnehmern belegt der Matthews China Dividend immerhin Rang 3 (siehe Tabelle).

Um Argumente für den von ihm verfolgten Ansatz ist Fondsmanager Sherwood Zhang trotz der im jüngsten Aufschwung etwas zurückgebliebenen Performance nicht verlegen. „Unternehmen, die ihren Aktionären stabile oder sogar steigende Dividenden zahlen, verfügen meist über eine solidere Bilanz als klassische Wachstumsfirmen“, sagt er. Entsprechend niedriger seien die Kursausschläge. Langfristig steuerten wiederangelegte Dividenden zudem einen großen Teil des Wertzuwachses einer Aktienanlage bei: „In den Jahren 2000 bis 2017 lag dieser Anteil im Vergleichsindex MSCI China bei rund 50 Prozent der Gesamtrendite.“

In absoluten Zahlen sind die ausgezahlten Dividenden zwischen 1998 und 2017 Zhang zufolge von 8 auf 114 Milliarden US-Dollar gestiegen. „Damit gehört China in punkto Ausschüttungen zu den größten und am schnellsten wachsenden Märkten in Asien“, führt der Fondsmanager weiter aus. Anders als in den USA oder Europa zahlten auch die meisten Unternehmen, die neu an die Börse kommen, von Beginn an eine Dividende. Und zwar meist sehr zuverlässig, da es sich häufig um Abspaltungen von Staatsfirmen oder um Familienunternehmen handele. Deren ehemalige Eigentümer blieben in der Regel als Großaktionäre an Bord und seien an weiteren, möglichst regelmäßigen Geldflüssen interessiert. Zhang: „Davon profitieren dann natürlich auch Minderheitsaktionäre.“

Mit seinen Co-Managern Yu Zhang und S. Joyce Li strebt Zhang eine Mischung aus etablierten Dividendenzahlern mit vergleichsweise hohen Ausschüttungen und eher noch knauserigen, aber für die Zukunft starke Steigerungen erwarten lassenden Wachstumsunternehmen an. Daneben kombiniert das Trio marktbreite Index-Schwergewichte wie Tencent oder China Merchants Bank mit aussichtsreichen, aber deutlich weniger beachteten Nebenwerten, die eine Marktkapitalisierung von weniger als 3 Milliarden US-Dollar auf die Waage bringen. Auf letztere entfallen aktuell immerhin fast 45 Prozent des in der Regel aus 30 bis 60 Titeln bestehenden Portfolios.

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