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Berlin nur auf Rang 10 7 Großstädte, die bei Einbrechern besonders beliebt sind

Krefeld während der nächtlichen Ausgangssperre im April 2021
Krefeld während der nächtlichen Ausgangssperre im April 2021: Die Einwohner der Großstadt am Niederrhein wurden im Corona-Jahr 2020 besonders häufig Opfer von Wohnungseinbrüchen. | Foto: Imago Images / Reichwein

36.385 von insgesamt gut 75.000 Wohnungseinbrüchen, die der Polizei gemeldet wurden, ereigneten sich in Großstädten ab 100.000 Einwohnern. Das zegt die Polizeiliche Kriminalstatistik 2020 (PKS 2020) des Bundeskriminalamts (BKA).

Wer die meisten vollendeten und versuchten Wohnungseinbrüche in Relation zur Einwohnerzahl in Berlin vermutet, liegt falsch: Die Hauptstadt landet mit 193 Einrüchen pro 100.000 Einwohnern erst auf Rang zehn. Deutlich häufiger brechen Kriminelle in Krefeld, Bonn und Bremerhaven ein: Dort sind bereits 254 beziehungsweise 245 und 222 von 100.000 Einwohnern im vergangenen Jahr Opfer eines Einbruchs geworden.

Bremen, mit einer Einbruchsrate von 278 Spitzenreiter 2019, landete 2020 mit 221 Einbrüchen auf Platz 4, knapp hinter Bremerhaven. Auch in Düsseldorf, Saarbrücken und Oberhausen ist die Einruchsrate mit mehr als 200 Delikten pro 100.000 Einwohner überdurchschnittlich hoch.

Am seltensten eingebrochen wurde hingegen in Jena, Heilbronn und Reutlingen. In allen drei Städten lag die Einbruchrate bei weniger als 30 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Würzburg, Kaiserslautern und Reutlingen mit höchster Aufklärungsrate

Deutschlandweit wurde fast jeder sechste Einrbuch (17,6 Prozent) aufgeklärt. Besonders erfolgreich war die Polizei dabei in Würzburg (Aufklärungsrate von 37,7 Prozent), Kaiserslautern (36,1 Prozent) und Reutlingen (35,3 Prozent). Besonders wenige Fälle konnten die Gesetzeshüter in Düsseldorf (6,8 Prozent), Hamburg (6,7 Prozent) und Ulm (6,5 Prozent) lösen.

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