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Edelmetall-Spezialist erläutert
7 Tipps für den Kauf von physischem Gold
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Edelmetall-Spezialist erläutert 7 Tipps für den Kauf von physischem Gold

Goldschmuck aus Bahrain
Goldschmuck aus Bahrain: Das gelbe Edelmetall gilt als besonders wertbeständig und daher auch als Geldanlage-Wert gefragt. | Foto: Pixabay/Nawalescape

1. In dieser Form lässt sich physisches Gold erwerben

Anleger können Gold in verschiedenen Formen und Ausführungen kaufen. Zum einen gibt es Goldbarren, zerteilbare Tafelbarren und klassische Anlagemünzen wie beispielsweise den Krügerrand oder den Wiener Philharmoniker. Zum anderen besteht auch die Möglichkeit, in Sammelmünzen oder in historische Umlaufmünzen, sogenannte Kurantmünzen, zu investieren. Wer Gold besonders günstig erwerben möchte, setzt auf sogenannte Resale-Barren. Durch kleine Makel können diese nicht mehr als prägefrisch verkauft werden. Auf den tatsächlichen Wert des Goldes wirkt sich das jedoch nicht aus.

2. Für diese Anleger lohnt sich ein physisches Gold-Investment

Da physisches Gold einen realen Gegenwert bietet und ein Investment unabhängig von Banken ermöglicht, eignet es sich perfekt für längerfristige Investments. Es empfiehlt sich, dabei auf gängige Barren oder Investmentmünzen wie den Krügerrand zurückzugreifen. Deren Kaufpreis bewegt sich im Vergleich zu Sammlermünzen nahe am Spot – dem jeweils aktuellen Edelmetallpreis – und sie können jederzeit problemlos verkauft werden. Für eine kurzfristige Investition eignet sich physisches Gold eher nicht, da die Aufschläge bei Barren und Münzen aufgrund von Produktions-, Präge- und Logistikkosten höher sind als bei Wertpapieren oder Fonds, die Anleger an dem Edelmetall teilhaben lassen. Zudem ist die Veräußerung von Anlagegold erst nach einer Haltedauer von zwölf Monaten steuerfrei.

3. Gold, Silber und mehr: So lässt sich ein Edelmetall-Portfolio diversifizieren

In welches Edelmetall Käufer am besten investieren sollten, lässt sich mit einer eindeutigen Aussage beantworten: in alle. Sehr sicherheitsliebende Menschen kaufen oftmals nur Gold, da die Kurse von anderen Edelmetallen stärkeren Schwankungen unterliegen und Anlagegold, im Gegensatz zu Münzen und Barren aus Weißedelmetallen, von der Mehrwertsteuer befreit ist. Um die Edelmetallanlage zu diversifizieren, würden wir empfehlen, 70 Prozent in Gold, 20 Prozent in Silber sowie jeweils 5 Prozent in Platin und Palladium anzulegen. Diese Kombination bietet durch den hohen Goldanteil ausreichend Sicherheit, aber mit den anderen Edelmetallen auch gute Wachstumschancen.

4. Darauf sollten Käufer von physischem Gold achten

Kaufinteressierte vergleichen im besten Fall die verschiedenen Angebote im Internet. Rufen Händler Preise auf, die die üblichen Konditionen deutlich unterbieten, heißt es: Vorsicht! Niemand hat Gold oder Geld zu verschenken. Lockangebote halten ihr Versprechen erfahrungsgemäß nicht. Entweder sind die glänzenden Produkte lediglich vergoldet, also kein reines Gold, oder das Angebot ist an andere Bedingungen geknüpft, wie den Abschluss eines Abonnements. Seriöse Edelmetallhändler orientieren sich hingegen am aktuellen Goldpreis, informieren über die Verfügbarkeit der Produkte und bieten einen diskreten, versicherten Versand an.

 

5. So lässt sich prüfen, ob Gold auch echt ist 

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Gewicht und Größe sind ein wichtiger Indikator für die Echtheit von Gold. Doch auch wenn die Maße stimmen, kann es sich um ein Plagiat handeln. Wolfram hat beispielsweise fast dieselbe Dichte wie Gold und wird deshalb gerne für Fälschungen verwendet. Gewissheit bringen Edelmetallhändler, die mit ihrer Expertise sowie mit speziellen Werkzeugen und Geräten gründliche Untersuchungen anstellen. Sie prüfen unter anderem die Oberfläche von Edelmetallen mit der sogenannten Röntgen-Fluoreszenz-Analyse, ohne das Produkt zu beschädigen.

6. Nachhaltig in Gold investieren – so geht es

Inzwischen können sich umweltbewusste Kunden auch für nachhaltiges Gold entscheiden und zum Beispiel zwischen Schmuck und Barren aus Recyclinggold oder sogenanntem Responsible-Gold wählen.

  • Responsible-Gold wird unter erheblich besseren Bedingungen abgebaut als Gold herkömmlicher Herkunftsdokumentation. Dabei überwacht ein unabhängiger Auditor regelmäßig alle Schritte des Arbeitsprozesses. So lässt sich sicherstellen, dass das Edelmetall nicht aus Konfliktregionen stammt, die Menschenrechte vom Minenbetreiber eingehalten werden und keine Kinderarbeit stattfindet. Außerdem schonen der geringere Einsatz von Chemikalien und ein verminderter CO2-Ausstoß die Umwelt.
  • Recyclinggold bietet eine andere nachhaltige Alternative. Dafür schmelzen Scheideanstalten Altgold in Form von Zahnfüllungen, ungeliebten Schmuckstücken oder Elektroschrott ein und verwerten es erneut.

7. Wie sich Gold aufbewahren lässt

Bereits vor dem Kauf von Gold gilt es zu überlegen, ob man die Edelmetallanlage zu Hause in einem passenden Versteck oder Tresor aufbewahren oder aber in einem Bankschließfach verwahren lassen möchte. Hierbei sollte man Faktoren wie den geplanten Wert des Goldinvestments, die Verfügbarkeit und die Sicherheit berücksichtigen. In jedem Fall sollte unbedingt die vorhandene Hausratversicherung informiert oder eine speziell orientierte Versicherung zurate gezogen werden.

 

Dominik Lochmann, Foto: ESG Edelmetall-Service

Über den Autor:
Dominik Lochmann ist Geschäftsführer des Edelmetall-Handelsunternehmens ESG Edelmetall-Service aus Rheinstetten.

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