Svetlana Kerschner (Redakteurin)Lesedauer: 2 Minuten

Umfrage von Swiss Life Select 70 Prozent wollen mit Immobilien fürs Alter vorsorgen

Haus im Grünen
Haus im Grünen: Mehr als zwei von drei Deutschen träumen von den eigenen vier Wänden. | Foto: Pexels

Wie viele Menschen wünschen sich eine eigene Immobilie – und wie viele von ihnen kaufen sich tatsächlich eine Eigentumswohnung oder ein eigenes Haus? Dieser Frage ging Swiss Life Select in einer Umfrage unter Führungskräften, Beschäftigten ohne Führungsverantwortung und Studenten nach.

Das zentrale Ergebnis: Mehr als zwei Drittel der Befragten träumt von den eigenen vier Wänden, aber 47 Prozent können sich die Umsetzung nicht leisten. Lediglich jeder Fünfte plant den Erwerb einer Immobilie in den nächsten fünf Jahren.

Vor allem junge Menschen wollen Wohneigentum

Je jünger die Studienteilnehmer sind, desto größer ist ihr Wunsch nach den eigenen vier Wänden. Ganze 87 Prozent der 18- bis 29-Jährigen wünschen sich eine eigene Immobilie; 69 Prozent der 30- bis 49-Jährigen träumen noch von einem eigenen Haus oder Wohnung. Selbst in der Gruppe der über 50-Jährigen sind es 43 Prozent, die den Wunsch noch nicht in die Tat umgesetzt haben.

In allen Altersklassen klagen die Menschen fast gleichermaßen über fehlende finanzielle Mittel (18- bis 29-Jährige: 50 Prozent; 30- bis 49-Jährige: 43 Prozent; über 50-Jährige: 48 Prozent).

Bremer, Hamburger und Saarländer haben konkrete Pläne

Ob die Menschen von einer Immobilie träumen oder bereits konkret den Erwerb planen und ob die notwendigen finanziellen Mittel vorhanden sind, hängt auch davon ab, in welchem Bundesland sie leben. Baden-Württemberger (77 Prozent), Bremer (75 Prozent), Hamburger (75 Prozent) und Bayern (74 Prozent) träumen am häufigsten von den eigenen vier Wänden. Verhaltener zeigen sich hingegen Sachsen (50 Prozent), Sachsen-Anhalter (57 Prozent) und Brandenburger (59 Prozent).

Konkrete Pläne, eine Immobilie in den nächsten fünf Jahren zu erwerben, haben vor allem die Bremer (33 Prozent), Hamburger (29 Prozent), Saarländer (29 Prozent), Nordrhein-Westfalen (25 Prozent) und Sachsen-Anhalter (26 Prozent). In diesen Bundesländern klagen die Befragten auch seltener über mangelnde finanzielle Mittel für den Immobilienerwerb.

Hohe Mieten sind Hauptgrund

Für 30 Prozent der Befragten sind die vielerorts steigenden Mieten der Hauptgrund für den Immobilienerwerb. Knapp ein Viertel von ihnen berichten davon, mindestens 50 Prozent des Haushaltsnetto-Einkommens fürs Wohnen auszugeben. Nur 6 Prozent der Teilnehmenden der Studie erwägen wegen den anhaltend niedrigen Zinsen für einen Kredit den Umzug ins eigene Heim.

Mehr Platz für sich und ihre Familien erhoffen sich 6 Prozent der Befragten. Durchschnittlich steht ihnen aktuell 95 Quadratmeter Wohnraum zur Verfügung. Sie wünschen sich jedoch 125 Quadratmeter.

Kapitalanlage zur Altersvorsorge

Doch nicht nur die selbst genutzte Immobilie steht hoch im Kurs. Für 70 Prozent der Befragten kommen im Rahmen ihrer Altersvorsorgeüberlegungen auch Immobilien als Kapitalanlage in Frage.

Über die Studie:

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der Yougov Deutschland, an der 3.131 Personen teilnahmen – darunter 1.025 Führungskräfte, 1.066 Beschäftigte ohne Führungsverantwortung und 1.030 Studenten.

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