Quelle: Heraeus

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74-Jähriger Finanzberater schmuggelt Gold für 88-Jährige Kundin

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Wie die Website „Vorarlberg Online“ meldete, hatten Fahnder der österreichischen Zollwache den Schmuggel aufgedeckt. Ein pensionierter Import-Exportkaufmann aus Niederösterreich hatte im Rahmen einer Bargeldkontrolle angegeben, 55.000 Euro bei sich zu haben. Bei der Zollkontrolle entdeckten die Beamten dann allerdings Goldschmuck, Gold- und Silbermünzen im Wert von knapp 300.000 Euro in einer Sporttasche. Der Beschuldigte gab an, die Wertsachen aus einem Schließfach in Liechtenstein abgeholt zu haben. Die Zollfahndung Vorarlberg fand im Laufe der Ermittlungen heraus, dass die geschmuggelten Wertgegenstände einer 88-jährigen Niederösterreicherin gehören. Der 74-jährige Pensionär gab zu Protokoll, er sei als Finanzberater für die alte Dame tätig. Diese hatte ihm jedoch keinen direkten Auftrag für den Schmuggel erteilt. Sie wolle jedoch noch zu Lebzeiten Schmuck und Münzen unter ihren Erben aufteilen. Darum habe er das Schließfach geleert. Das wird nun teuer: Da der Verdächtige bei der Einreise aus Liechtenstein in die EU trotz Nachfrage der Beamten den Schmuck nicht ordnungsgemäß deklariert hat, droht ihm zunächst eine Geldstrage von bis zu 54.000 Euro. Für den Goldschmuck ist weiterhin eine Wertersatzstrafe von bis zu 140.000 Euro zu entrichten, ansonsten gehen die Schmuckgegenstände in den Besitz des österreichischen Staates über. Und: Der Gold- und Silbermünzen-Schmuggel wird mit einer zusätzlichen Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro geahndet.

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