8 Vermögensverwalter erläutern So können Privatanleger ihr Depot absichern

Jörg Franzen, Franzen Gerber & Westphalen AM

Jörg Franzen, Franzen Gerber & Westphalen AM | © Franzen Gerber & Westphalen

Jörg Franzen ist Geschäftsführer von Franzen Gerber & Westphalen Asset Management aus Kronberg. © Franzen Gerber & Westphalen

„Ein Depot kann über eine Optionsstrategie oder die Asset Allokation auch durch Anlagen in sichere Häfen, wie Gold oder Schweizer Franken, abgesichert werden. Für Privatanleger eigenen sich auch sogenannte inverse ETFs, die die Aktienmarktentwicklung gegenläufig abbilden. Fällt der Markt, steigt der inverse ETF um den gleichen Betrag. Für unsere Kunden präferieren wir eine mehrstufige Absicherungsstrategie über die Asset Allokation – inklusive Gold -, Aufbau von Liquidität und inverse ETFs.

Um ein Depot erfolgreich durch eine Krise zu bringen und auch Gewinne zu erzielen, sind folgende Maßnahmen wichtig, die wir in der Corona-Krise erfolgreich getroffen haben: Bereits vor oder zu Beginn der Krise sollte der Anteil konjunkturabhängiger Anlagen deutlich reduziert oder eliminiert und der Anteil von Qualitätswerten und auch Goldpositionen ausgebaut werden. Die Liquidität sollte in dieser Phase auch erhöht werden – um das Risiko zu reduzieren und für Zukäufe während der Krise. Wenn die Kurse fallen, schützt eine Absicherung zum Beispiel über inverse ETFs vor großen Kursverlusten.

Schließlich kaufen wir in der Krise gezielt Aktien von Profiteuren, aktuell zum Beispiel von Unternehmen in den Bereichen Videokonferenzen, Online-Handel, Homeoffice-Lösungen, Online-Bildung, Cloud-Computing. Da insbesondere in einer Krise die Asset Allokation neben einer Absicherung enorm wichtig ist und die Kluft zwischen Gewinner- und Verliererunternehmen in der Krise sehr groß ist, bevorzugen wir eine Strategie auf Basis von Einzelwerten in Zusammenhang mit einer Absicherung, um schnell und zielgerichtet zu investieren. Fonds und ETFs bieten in der Regel nicht diese Flexibilität.“

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