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93 Milliarden Euro gespart

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11,5 Prozent ihres verfügbaren Einkommens haben Privathaushalte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf die hohe Kante gelegt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 11,2 Prozent. Somit steuert die Sparquote langsam auf das Vorkrisenniveau von 11,6 Prozent (1. Halbjahr 2008) zu. Dies geht aus dem jüngsten Bericht des Statistischen Bundesamts hervor.

190 Euro monatlich legte jeder Einwohner durchschnittlich zur Seite – 10 Euro mehr als im vergangenen Jahr. Für die privaten Haushalte zusammen ergibt sich ein Sparvolumen von rund 93 Milliarden Euro.

Das verfügbare Einkommen der deutschen Privathaushalte belief sich im ersten Halbjahr 2010 auf 806,2 Milliarden Euro. Das sind 12,9 Milliarden Euro mehr als im Vorjahreszeitraum und sogar 8,9 Milliarden Euro mehr als im ersten Halbjahr 2008. Am stärksten gewachsen sind nach Angaben des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) die Aufwendungen für die Altersvorsorge. Aber es gibt auch einen anderen Grund für die hohe Sparneigung der Deutschen. Die höheren Einkommen seien in den vergangenen Jahren stark gestiegen, die niedrigeren nur schwach, erklärt der IMK-Direktor Gustav Horn. „Gespart wird vor allem von den höheren Einkommen, die wegen spürbarerer Zuwächse mehr Geld beiseite legen konnten".

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