Weltbank-Präsident David Malpass während einer gemeinsamen Tagung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF): Auf den Anleihe-Emittenten Weltbank setzt ein jetzt startender Anleihefonds.  | © Getty Images

Ab Ende Januar

Frischer Anleihefonds von FV steht in der Startlöchern

Der Vermögensverwalter Frankfurter Vermögen (FV) startet einen neuen Anleihefonds. Er beruht auf einer bereits erprobten Strategie: Der „FV Fremdwährungsanleihen-Fonds“ ist die Rentenseite aus dem bereits 2008 aufgelegten DUI Wertefinder Mischfonds (ISIN: DE000A0NEBA1). Da die Anleihen dort nicht nur das Portfolio stabilisieren, sondern auch Rendite erwirtschaften sollen, hat FV daraus jetzt ein eigenständiges Produkt gemacht.

Der Fonds legt überwiegend in Fremdwährungsanleihen aus Schwellenländern an. Die entsprechenden Märkte wählen die Fondsmanager Angel Jiménez und Willi Ufer, die auch für den hauseigenen Mischfonds verantwortlich zeichnen, auf Basis von Wirtschaftsdaten aus. Sie schauen etwa auf Bruttoinlandsprodukt, Staatsschulden, Fremdwährungsreserven und Leistungsbilanzen von Ländern sowie die Kaufkraft der landeseigenen Währungen, ermittelt anhand eines breiten Warenkorbs.

Die Währungen würden so ausgewählt, dass sie möglichst wenig untereinander korrelierten, verspricht man bei FV. Jede einzelne darf mit maximal 15 Prozent im Fondsportfolio vertreten sein. Emittenten sind vor allem supranationale Institute wie die Weltbank oder die Europäische Entwicklungsbank, die Anleihen in Fremdwährung ausgeben. Als Ersatz für Anleihen und um Wechselkursrisiken abzusichern, darf der Fonds auch Derivate einsetzen.

Die Zielrendite von 4 Prozent jährlich nach Kosten – bei einer Volatilität von etwas mehr als 4 Prozent – erscheint im Anleihenbereich ambitioniert. Sie sei allerdings, betrachtet man die Anleihenseite des DUI Wertefinder, seit Auflage erreicht und sogar übertroffen worden, versichert FV-Vorstand Uwe Eilers. Der Mischfonds DUI Wertefinder kam im Zuge der Übernahme der Wertefinder Vermögensverwaltung in die Obhut von Frankfurter Vermögen.    

Den neuen FV Fremdwährungsanleihen-Fonds soll es in zwei Tranchen geben – eine vertriebskostenfreie Version für institutionelle Anleger und Honorarberater sowie eine Tranche mit Ausgabeaufschlag und Bestandsprovision für Privatkunden. Vorbehaltlich der letzten Zustimmung durch die Finanzaufsicht soll der Fonds ab Ende Januar erhältlich sein.

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