Abgeltungssteuer lässt Anleger kalt

Rund jeder zweite Deutsche glaubt, nicht von der Abgeltungssteuer betroffen zu sein. Das ist das Ergebnis der aktuellen Quartalsumfrage von Union Investment zum Thema Abgeltungssteuer und Riesterförderung. 81 Prozent der Befragten, die diese Meinung vertreten, begründeten ihre Einschätzung damit, dass ihre Kapitalerträge unterhalb des Freistellungsauftrages liegen, heißt es von Union Investment. 

Diejenigen, die glauben, von der Abgeltungssteuer betroffen zu sein, halten bislang überwiegend die Füße still: So planen nur 15 Prozent von Ihnen Umschichtungen, weitere 18 Prozent haben bereits Umschichtungen in ihren Portfolios vorgenommen. Etwas aktiver zeigen sich die Fondsbesitzer unter den Umfrageteilnehmern: Von ihnen hat immerhin rund jeder Vierte bereits Vorkehrungen gegen die Abgeltungssteuer getroffen. 

In Sachen Riester-Förderung zeigt sich die Mehrheit der befragten Finanzentscheider von 500 Haushalten ebenfalls zurückhaltend: Nur 39 Prozent haben bereits einen Riester-Vertrag abgeschlossen, obwohl 95 Prozent von ihnen förderberechtigt sind. Als Hauptgrund für ihre Vorbehalte nannten 54 Prozent, dass sie eine andere Altersvorsorge bevorzugen, 13 Prozent meinen, dafür nicht genug Geld zu haben.

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