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Abgeltungssteuer SPD-Chef fordert Ende der Abgeltungssteuer

Sigmar Gabriel seit 2009 SPD-Bundesvorsitzender und seit 2013 Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Foto: Getty Images
Sigmar Gabriel seit 2009 SPD-Bundesvorsitzender und seit 2013 Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Foto: Getty Images
„Wir schaffen die Abgeltungssteuer ab“, zitiert die Rheinische Post den SPD-Bundesvorsitzenden Sigmar Gabriel bei einer Parteiveranstaltung am Wochenende in Bonn. Es könne nicht sein, dass „jemand, der auf dem Sofa liegt und Aktien hat, weniger Steuern zahlt als einer, der jeden Tag arbeiten geht“.

Die derzeit geltende Steuer von 25 Prozent auf Kapitalerträge wurde vor sieben Jahren in der Großen Koalition mit dem früheren Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) eingeführt. Dies sei ein Fehler gewesen, meint Gabriel. Das sieht inzwischen auch Steinbrück so, der die Abschaffung der Abgeltungssteuer unterstützt.

Das Ende für die pauschale und unabhängig von einem individuell höheren Steuersatz erhobene Abgabe für Anleger ist vor allem parteipolitisch motiviert: „Es wird nicht plötzlich die SPD auf 50 Prozent bringen“, sagte Steinbrück im Mai in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“. „Aber es ist ein Indiz dafür, dass die SPD lernen kann und etwas tut, was ich für richtig halte.“
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