Absicherungs-Strategien Das muss ein guter Absolute-Return-Fonds mitbringen

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Deutlich wird das am sogar als Warenzeichen eingetragenen „The Merger Fund“ der New Yorker Hedgefonds-Gesellschaft Westchester Capital Management. Dieser älteste Fonds seiner Art konzentriert sich seit seinem Start 1989 auf Fusionen und Übernahmen. Die Manager Roy Behren und Michael Shannon kaufen die Gewinner, die Verlierer verkaufen sie leer. Indem sie die Positionen ausbalancieren, kann es ihnen herzlich egal sein, was der Gesamtmarkt in der Zeit macht. Sie kassieren nur die Differenz aus Long- und Short-Positionen. Selbstverständlich bleiben sie damit langfristig hinter dem normalen Aktienmarkt zurück, und das ist auch völlig in Ordnung.



Dafür erlitt der Merger Fund nur in zwei Jahren einen Verlust: 5,7 Prozent im Jahr 2002 und – Achtung, Sensation – 2,3 Prozent 2008. Der Aktienindex S&P 500 schloss seit 1989 sieben Jahre mit Minus ab, vier davon zweistellig. Den Westchester-Fonds gibt es übrigens seit vier Jahren auch in Europa als Ucits-konforme Variante offiziell zu kaufen.

Das spezielle Verhalten von Absolute-Return-Fonds macht es schwer, sie auf ihre Qualität zu prüfen. Viele Produkte sind jünger als die Finanzkrise. Natürlich ist es zunächst Pflicht, in einem Marktumfeld wie diesem in den vergangenen Jahren überhaupt einen Gewinn eingefahren zu haben. So unglaublich es klingt: Nicht alle haben das hinbekommen. Diese Form der Marktunabhängigkeit ist aber eher nicht das Ziel.

Wir haben einmal an der Bloomberg-Fondskategorie „Alternative Strategien“ Maß genommen und wollten seit 2012 in jedem Kalenderjahr einen Gewinn sehen. Diese Hürde hat eine gute Handvoll Fonds genommen. Darunter ist übrigens auch Eckhard Saurens Global Hedge Fund, der ausschließlich aus Absolute-Return-Fonds besteht. Weitere Kriterien waren eine Historie von mindestens fünf Jahren und eine Volatilität unter 5 Prozent. Und da wurde die Luft für die meisten schon verdammt dünn. >> Nur wenige kamen durch

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