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Absturzgefahr: Versicherungen gegen biometrische Risiken noch immer schwach verbreitet

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Marion G. ist verzweifelt. Als Zahnarzthelferin ist sie auf die Fertigkeit ihrer Finger angewiesen. Sie plagen seit einiger Zeit aber so starke Schmerzen in den Daumen, dass ihr die Instrumente aus der Hand fallen. Der Facharzt diagnostiziert eine Sattelgelenksarthrose, das heißt, die Knorpel in ihren Daumengelenken lösen sich auf. Ihren Beruf kann Marion G. nicht mehr ausüben. Aber die 44-Jährige hat vorgesorgt: Sie hat eine Versicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit (BU) und bekommt jetzt 1.035 Euro BU-Rente im Monat. Dieser Artikel stammt aus der aktuellen Ausgabe von DAS INVESTMENT (Juni 2009). Dort finden Sie die Porträts der besten Versicherungen gegen biometrische Risiken. >> zur Themenübersicht
>> zum Abo-Service & Einzelheftbestellung Policen, die gegen sogenannte biometrische Risiken wie Berufsunfähigkeit (BU), Unfall oder Tod absichern, können im Ernstfall vor dem sozialen Abstieg schützen (mehr zum Risiko Pflegebedürftigkeit lesen Sie in der nächsten Ausgabe von DAS INVESTMENT). Vom Staat können Betroffene in der Not kaum Hilfe erwarten. Denn bei der BU entspricht die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nur einem Drittel des letzten Bruttoeinkommens. Stirbt der Hauptverdiener einer Familie, kompensieren Witwen- und Waisenrenten den Einkommensausfall nur spärlich. Und bei Unfällen gibt es nur dann Geld von der öffentlichen Hand, wenn sie bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin passieren. „Allerdings ist nicht einmal ein Viertel der Erwerbstätigen gegen den Verlust der Arbeitskraft abgesichert“, weiß Manuela Hennig, Leiterin Produktmanagement beim Regensburger Finanzberater Telis Finanz. Zu gern wird das Thema verdrängt und immer wieder aufgeschoben. Ein Fehler, findet auch Ramesh Bhargava, Versicherungsbetriebswirt beim Finum Finanzhaus in Köln. „Auf keinen Fall sollten Menschen sich dazu verleiten lassen, die Risikoabsicherung in die Zukunft zu verlagern“, rät der Experte. Bhargava: „Schicksalsschläge nehmen keine Rücksicht auf die Konjunktur.“ Miriam Michelsen, Leiterin Vorsorge beim Vermögensberater MLP, sieht gerade in der aktuellen Wirtschaftslage eine Chance für den Vertrieb der Produkte: „Das Sicherheitsbedürfnis der Menschen ist in Krisenzeiten besonders hoch.“ Sicherheit zieht in der Krise Zudem sind viele Kunden von einer Anlage ihres Geldes etwa in Fondsprodukte für die Altersvorsorge derzeit nicht leicht zu überzeugen. Michelsen: „Vor diesem Hintergrund ist die Absicherung biometrischer Risiken jetzt mehr denn je ein wichtiges Thema.“ Allerdings ist das Produktangebot in diesem Bereich riesig. DAS INVESTMENT hat deshalb für jede Kategorie Tarife von Anbietern herausgesucht, die mit fairen Versicherungsbedingungen oder besonderen Produktmerkmalen überzeugen. Dieser Artikel stammt aus der aktuellen Ausgabe von DAS INVESTMENT.
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