Die ADAC Zuhause Versicherung kann zukünftig Schutzbrief-Leistungen rund um Haus und Wohnung anbieten. Das hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) durch eine Verfügung am 11. Juni ermöglicht. Demnach betrifft die jetzt genehmigte Erweiterung des Geschäftsbetriebs unter anderem die Risikoarten Feuer, Elementarschäden sowie Hagel-, Frost- und sonstige Sachschäden. 

Bereits 2023 war der ADAC eine weitere Kooperation mit dem Versicherer Allianz eingegangen. An dem neu gegründeten Gemeinschaftsunternehmen ADAC Zuhause Versicherung hält die Allianz einen Anteil von 51 Prozent und der ADAC die restlichen 49 Prozent.  Auch die ADAC Autoversicherung ist ein Joint Venture der beiden Münchener Konzerne. Die Zusammenarbeit im Geschäft mit Kfz-Versicherung gibt es bereits seit dem Jahr 2019.

Das neue Schutzbrief-Produkt soll mit einer neuen Hausratversicherung kombiniert werden können. Es soll neben Dienstleistungen des Automobil-Clubs auch Services von Allianz Partners einbinden sowie das Netzwerk der Allianz-Handwerker-Services nutzen. Der Produktstart ist für dieses Jahr geplant. Details zum Leistungsangebot des geplanten Schutzbriefes wurden bisher nicht bekannt gegeben.

„Der ADAC möchte seine Mitglieder und Kunden stärker auch in Bereichen jenseits der Mobilität unterstützen. Für das eigene Zuhause werden wir neben der finanziellen Absicherung auch professionelle praktische Hilfe anbieten – eben nicht mehr nur auf der Straße, sondern auch in den eigenen vier Wänden“, sagt Claudia Tuchscherer, seit zwei Jahren Vorstandsvorsitzende der ADAC Versicherung

 

Auch personell sind die beiden Partner des Joint Ventures miteinander verbunden: Aufsichtsratsvorsitzender der ADAC Versicherung ist Claudius Leibfritz. Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler wechselte vor zwei Jahren vom Allianz-Konzern, wo er als Vorstandsmitglied unter anderem für Digitalisierung und künstliche Intelligenz zuständig war.