Ängstliche Deutsche

Hauptsache sicher anlegen

Für Deutsche ist es am wichtigsten, sicher zu investieren. Dafür nimmt man hierzulande auch geringere Gewinnchancen in Kauf. Eine Studie von Natixis Global Asset Management (NGAM) weist Deutsche als besonders risikoscheu aus. Für die Studie wurden weltweit 5.950 Privatanleger befragt, in Deutschland nahmen 500 Personen teil. Alle Befragten haben mindestens ein investiertes Nettovermögen von 200.000 US-Dollar.

Laut Umfrage wollen drei Viertel der deutschen Investoren nur ein minimales Risiko eingehen. Dafür geben sich 71 Prozent auch mit niedrigen Renditen (zwischen 0 und 7 Prozent) zufrieden. Im internationalen Vergleich hinken die Deutschen mit ihren Renditezielen hinterher: Unter ausländischen Anlegern begnügen sich 46 Prozent mit niedrigen Renditen.

Anlegen im Alleingang

Finanzberater spielen für deutsche Investoren eine untergeordnete Rolle. So entscheiden 82 Prozent der deutschen Befragten alleine über ihre Investments. Wenn sie jemanden zu Rate ziehen, dann meist den Ehepartner (51 Prozent). Einen Finanzberater halten viele dagegen nicht für notwendig: 44 Prozent haben entweder keinen Berater oder den regen Austausch zu ihm im vergangenen Jahr abgebrochen.

Dabei stünden viele Anleger mit einem Berater an der Seite vermutlich besser da: Immerhin schätzen 82 Prozent das eigene Finanzwissen als unzureichend ein. Da aber die Mehrheit (84 Prozent) nur in Produkte investieren will, die sie versteht, bleiben manche Anlageformen überwiegend ungenutzt. An alternative Anlagen beispielsweise trauen sich nur 36 Prozent der Anleger ran – dabei könne man doch damit das Portfolio streuen und Risiken senken, heißt es in der Studie.

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