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Hannah Dudeck (Redakteurin)Lesedauer: 1 Minute

Nachhaltigkeitskriterien AGI stellt Strategie von 74 Fonds um

Schornstein in Berlin-Mitte
Schornstein in Berlin-Mitte: AGI will die größten CO2-Emittenten in den Fondsportfolios zur Reduktion der Treibhausgase bewegen. | Foto: IMAGO / Future Image

Umstellung auf Nachhaltigkeit: Allianz Global Investors (AGI) will für 74 Fonds die Anlagestrategie anpassen. Wie die Fondsgesellschaft mitteilte, sollen in den Portfolios der Aktien-, Anleihen- und Mischfonds künftig die ESG- sowie Ausschlusskriterien von AGI berücksichtigt werden.

Auf der Ausschlussliste stehen Firmen mit Verbindung zu sogenannten kontroversen Waffen und Unternehmen, die gegen den Global Compact der Vereinten Nationen verstoßen sowie einen signifikanten Anteil ihrer Umsätze mit Kohle, Tabak oder Waffen erzielen. Weltweit seien 900 Firmen ausgeschlossen, so AGI.

Zusätzlich sollen die Fonds nach einem sogenannten Best-in-Class-Ansatz oder einer neuen alternativen Strategie gemanagt werden. AGI will demnach mit den zehn größten CO2-Emittenten jedes Portfolios sprechen, um auf eine Reduktion des Treibhausgasausstoßes hinzuwirken. „Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen im Engagement mit Unternehmen sind wir zuversichtlich, dass die Unternehmen für diesen Dialog offen sind und unsere Ansichten teilen“, so Matt Christensen, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Fondsgesellschaft.

Insgesamt handele es sich um Produkte mit einem Gesamtvolumen von 70 Milliarden Euro. Zum Jahresende 2020 lag das Volumen in nachhaltig gemanagten Anlagen bei AGI nach Unternehmensangaben bei 206 Milliarden Euro. Das seien 35 Prozent des insgesamt verwalteten Vermögens.

>> Hier geht es zu den Fonds von Allianz Global Investors

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