38 Prozent des Vermögens deutscher Privathaushalte liegt bei <br> Banken und Sparkassen. Bild: Fotolia

38 Prozent des Vermögens deutscher Privathaushalte liegt bei
Banken und Sparkassen. Bild: Fotolia

AGI-Studie: 3.000 Euro mehr für jeden

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Insgesamt nahm das Geldvermögen der Deutschen im abgelaufenen Jahr um 220 Milliarden Euro zu, schätzt AGI. Gegen Jahresende dürfte es mit 4,88 Billionen Euro einen neuen Höchststand erreicht haben. Ende 2009 lag das Geldvermögen der Deutschen noch bei 4,67 Billionen Euro – das bedeutet einen Zuwachs von 4,7 Prozent. „Im Durchschnitt verfügt damit jeder Bundesbürger über 59.900 Euro“, so AGI.

150 Milliarden Euro neu angelegt

Nach AGI-Schätzungen sind etwa zwei Drittel des Zuwachses (rund 150 Milliarden Euro) als neue Anlagen zugeflossen. Die restlichen 70 Milliarden waren auf Bewertungsgewinne zurückzuführen. „Hieran hatte der kräftige Anstieg des DAX einen großen Anteil“, sagt Renate Finke, Senior Volkswirtin von AGI und Autorin der Studie „Aktuelles Geldvermögen in Deutschland“. Nach einer volatilen Seitwärtsentwicklung in den ersten neun Monaten des Jahres legte der Index 2010 durch einen fulminanten Endspurt per Saldo um 16 Prozent zu.

Die hohe Anlagesumme kam hauptsächlich dadurch zustande, dass das frei verfügbare Einkommen um etwa 2,6 Prozent gestiegen ist. Dies resultierte hauptsächlich aus einem Abbau der Kurzarbeit, der steuerlichen Absetzbarkeit von Krankenversicherungsbeiträgen und den neuen Arbeitsplätzen, die im Zuge der wirtschaftlichen Erholung in Deutschland geschaffen wurden, erklärt AGI. Die Sparquote stieg ebenfalls leicht von 11,1 Prozent im Vorjahr auf 11,3 Prozent.

Anlagen bei Banken und Sparkassen dominieren

In der Zusammensetzung des Geldvermögens der privaten Haushalte hat sich im Vergleich zu 2009 nicht viel verändert. Nach wie vor dominieren mit knapp 38 Prozent die Anlagen bei Banken und Sparkassen: Rund 1,85 Billionen Euro liegen dort als Sicht-, Termin- und Spareinlagen sowie als Sparbriefe.

Die Bedeutung von Kapitalmarktprodukten wie Aktien, Investmentfonds, Rentenpapiere und nicht börsennotierte Beteiligungen nahm 2010 zwar leicht zu. Dennoch erreichte ihr Anteil nur knapp 28 Prozent. Noch 2006 hatten die Anteile der Bank- und Kapitalmarktanlagen dicht beieinander gelegen.

Vergleichsweise stabil blieb dagegen mit knapp 29 Prozent der Anteil der Versicherungen am Geldvermögen der Deutschen.

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