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Agrar-ETF: Den Weizen-Boom nutzen – aber richtig

„Angesichts der ungewöhnlich hohen Temperaturen und der anhaltenden Trockenheit halte ich es für richtig, den Export von Getreide und Getreideprodukten auszusetzen.“ Mit diesen Worten ließ Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin Anfang August Weizenspekulanten jubeln. Sie hatten schon Wochen zuvor kräftig zugegriffen und den Preis auf fast das Doppelte hochgetrieben. Und nicht nur dort, sondern auch bei vielen weiteren Nahrungsmitteln. Ökonomisch ist das kaum nachvollziehbar. Denn nach Auskunft der Welternährungsorganisation FAO bleiben die weltweiten Vorräte an Weizen hoch: Ihre Experten haben die Ernteprognose für 2010 um nicht einmal 4 Prozent von 676 auf 651 Millionen Tonnen herabgesetzt.

Während die neue Spekulationswelle ärmeren Ländern wie schon 2008 eine Hungersnot bescheren kann, verdienen vor allem Getreideproduzenten prächtig an der neuen Preisklasse. Anstatt dem Weizen-Wahn hinterher zu rennen, sollten Anleger deshalb lieber ein Investment in Agrar-Aktien ins Auge fassen. Der derzeit einzige in Deutschland erhältliche ETF, der sich diesem Thema widmet, ist der ETFX S-Net ITG Global Agri Business von ETF-Securities(WKN: A0Q8NA, jährliche Managementgebühr: 0,65 Prozent). Er setzt sich aus 30 globalen Unternehmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Düngemittelproduktion und Landmaschinen zusammen. Größte Positionen sind der zurzeit heiß umkämpfte Düngerproduzent Potash (8,4 Prozent), Monsanto (7,9 Prozent) und Asiens größter Agrar-Konzern Wilmar International (7,7 Prozent).

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