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in Grünes GeldLesedauer: 2 Minuten

Agrar-Spekulationen: Commerzbank steigt aus

Quelle: Fotolia
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Die Commerzbank wettet künftig nicht mehr auf Lebensmittelpreise. Wie die Verbraucherorganisation Foodwatch berichtet, hat das Finanzinstitut alle Agrarprodukte aus seinem Rohstoff-Fonds Comstage ETF CB Commodity EW Index TR herausgenommen. Das Geldhaus beabsichtige auch keine neuen börsennotierten Anlageprodukte auf Basis von Grundnahrungsmitteln aufzulegen, so Foodwatch.

Wie auch die LBBW, die vor kurzem Agrarrohstoffe aus ihren beiden Rohstoff-Fonds verbannte, reagiert die Commerzbank damit auf die öffentliche Kritik an Agrarspekulationen. Die Verbraucherschützer stellten eine Reihe von Studien zusammen, demnach Spekulationen auf Agrarrohstoffe die Preise für Nahrungsmittel nach oben treiben und so zu Hungerkrisen in vielen Teilen der Welt beitragen.

Der öffentliche Druck scheint Wirkung zu zeigen: Bereits im März kündigte die für ihre Agrar-Wetten besonders heftig kritisierte Deutsche Bank an, „keine neuen börsengehandelten Anlageprodukte auf Basis von Grundnahrungsmitteln aufzulegen“. Bestehende Produkte führt die Bank jedoch unverändert fort.

Zugleich gab der Fondsanbieter der Sparkassen Deka an, im kommenden Jahr bei seinem Fonds Deka-Commodities auf Wetten auf Weizen, Soja, Mais, Rinder und Schweine zu verzichten. Auch Union Investment versprach, seine Produkte im Agrarrohstoff-Bereich „mit Blick auf ethische und nachhaltige Gesichtspunkte“ zu prüfen.

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