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Mitarbeiter-Statistik Jobs in der Versicherungsbranche: Innen- und Außendienst im Vergleich

Leere Schreibtische
Leere Schreibtische: Der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen (AGV) hat aktuelle Daten zu den Angestellten der deutschen Versicherungsbranche veröffentlicht. | Foto: StartupStockPhotos / Pixabay

Die Zahl der Arbeitnehmer in den Unternehmen der deutschen Versicherungsbranche ist im vergangenen Jahr um 2.600 beziehungsweise 1,3 Prozent auf 206.800 gestiegen. Das geht aus einer aktuell veröffentlichten Datensammlung hervor, die der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) einmal jährlich herausgibt. Darin werden die wichtigsten personal- und sozialstatistischen Kennzahlen für die Assekuranz zusammengefasst. 

Mehrheit im Innendienst tätig  

Hierfür führt der AGV jährlich statistische Erhebungen bei seinen Mitgliedsunternehmen durch. Darüber hinaus werden Daten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sowie der Bundesagentur für Arbeit (BA) genutzt. Zielgruppe der Broschüre sind insbesondere Mitarbeiter in Versicherungsunternehmen, die sich mit Personalthemen befassen. Außerdem sollen Außenstehende angesprochen werden, die über einen Berufswechsel nachdenken. 

Altersstruktur im Innendienst (ohne Auszubildende): 

Altersstruktur im Innendienst (ohne Auszubildende)
Altersstruktur im Innendienst (ohne Auszubildende) © AGV, Flexible Personalstatistik, in Anlehnung an Tabelle 1.6.

Die meisten Beschäftigten (167.400) sind demnach weiterhin im Innendienst tätig. Das entspricht einem Anteil von 80,9 Prozent. Hinzu kommen aktuell 10.600 Auszubildende (6,1 Prozent), von denen 2.240 in den Agenturen ihren Beruf erlernen. Den Rest der Gesamtzahl von 206.800 Beschäftigten macht der dort arbeitende angestellte Außendienst (28.800) aus. Das entspricht einem Anteil von 14 Prozent, der immer weiter sinkt. 

Altersstruktur im Außendienst:  

Altersstruktur im Außendienst
Altersstruktur im Außendienst © AGV, Flexible Personalstatistik, in Anlehnung an Tabelle 1.6.

Langfristiger Abwärtstrend  

Denn während die Zahl der Innendienstler und Azubis allein 2023 jeweils um etwa 1,9 Prozent gestiegen ist, sank die Zahl der angestellten Außendienstler im vorigen Jahr um weitere 700 beziehungsweise 2,4 Prozent. Das entspricht einem langfristigen Trend: Die Zahl von 48.700 angestellten Außendienstlern 2005 sank in den Folgejahren kontinuierlich: Um insgesamt 40,1 Prozent, während die Zahl der Innendienstler (-2,4) und die Azubis (-19,1) weniger stark schrumpfte. 

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Beim Vergleich der Altersstrukturen der Beschäftigtengruppen zeigt sich ein deutlicher Überhang vergleichsweise älterer Männer im Außendienst. Deren Durchschnittsalter liegt aktuell bei 45,7 Jahren, während es bei den Frauen hier nur 42,6 Jahre sind. Das unterscheidet sie vom Personal im Innendienst (ohne Auszubildende), wo das Durchschnittsalter mit 45,4 Jahren (Außendienst: 44,9) insgesamt höher liegt. Die Unterschiede zwischen Männern (45,8 Jahre) und Frauen (45,1) fallen dort aber viel geringer aus. 

Außendienst kürzer im Betrieb 

Auch bei der ebenfalls vom AGV erhobenen Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter deutscher Versicherer zeigen sich große Unterschiede zwischen Außen- und Innendienst (ohne Auszubildende): Im Außendienst beträgt sie aktuell durchschnittlich 14,2 Jahre. Die Männer (15,0 Jahre) sind demnach viel länger ihrem Arbeitgeber treu als ihre Kolleginnen (12,0). Umgekehrt ist das Verhältnis im Innendienst (ohne Auszubildende), wo Frauen mit 18,2 Jahren deutlich länger als ihre Kollegen (16,4 Jahre) tätig sind und über dem Durchschnitt (17,4) liegen. 

Frauenanteile nach Führungsebenen:  

Frauenanteile nach Führungsebenen (Stichtag: 31.12., Hinweis: F1: 1. Führungsebene unter dem Vorstand usw.)
Frauenanteile nach Führungsebenen (Stichtag: 31.12., Hinweis: F1: 1. Führungsebene unter dem Vorstand usw.)
© AGV, Flexible Personalstatistik, in Anlehnung an Tabelle 1.2.

Mehr Frauen in der Chefetage 

Auch die Frauenquoten in den Chefetagen unterscheiden sich deutlich. Insbesondere die Führungsebene direkt unter dem Vorstand beziehungsweise dem Top-Management ist im Innendienst der deutschen Versicherer weiblicher geworden; der Frauenanteil hat sich hier von 11,5 Prozent im Jahr 2013 auf 22,1 Prozent nahezu verdoppelt. Zum Vergleich: Im Außendienst stieg sie im vergangenen Jahrzehnt lediglich um 1,2 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Das entspricht immerhin einem Zuwachs um knapp ein Viertel. Der AGV unterscheidet die vier Führungsebenen F1 bis F4 (siehe Grafik). Auf Gesamtsicht ist der Frauenanteil im Innendienst seit 2013 um knapp ein Drittel auf 32,9 Prozent gestiegen, im Außendienst dagegen nur um 0,6 Prozentpunkte beziehungsweise 4,4 Prozent auf 14,2 Prozent. 

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