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Einkaufstüte von Marks & Spencer: Die Anleihe des Einzelhandelskonzerns ist Mitglied im Kredit-Index iTraxx Europe Crossover, der die Ausfallversicherungen für 75 Unternehmen enthält. | © Getty Images Foto: Getty Images

Ahnung und Realität

Tabula startet ETF auf den Kreditmarkt

Der europäische Anbieter von Anleihe-ETFs, Tabula Investment Management, startet den Tabula J.P. Morgan Global Credit Volatility Premium Index Ucits ETF (ISIN: IE00BKY72Z58). Er soll über eine Arbitragekonstruktion den Unterschied zwischen befürchteter und tatsächlich eintretender Volatilität an den Kreditmärkten in Gewinne umwandeln.

Grundlage ist der Markt für sogenannte Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps, CDS). Diese Derivate bilden ab, was es kostet, eine Anleihe vor einem Ausfall zu schützen. Die dortigen Preise richten sich danach, für wie sicher Marktakteure die dortigen Schuldner halten. Zwei wichtige Indizes auf CDS sind der iTraxx Crossover (75 europäische Hochzinsanleihen) und CDX North America High Yield Index (100 nordamerikanische Hochzinsanleihen).

Nun gibt es auf diese Indizes auch Optionen. Und in deren Preis ist immer auch eine Komponente dafür enthalten, welche Volatilität die Marktteilnehmer für die zugrunde liegenden Indizes in den kommenden Wochen oder Monaten erwarten. Laut Tabula liegen diese Werte am CDS-Markt meist höher als das, was dann tatsächlich kommt. Deshalb zieht das Haus von der erwarteten Vola die dann tatsächlich einsetzende ab. Das passiert ebenfalls über Derivate. Ergebnis ist der J.P. Morgan Global Credit Volatility Premium Index, der genau die Differenz abbildet, und den wiederum der neue ETF abbildet.

Dabei liegt das Fondsvermögen in kurzlaufenden Staatsanleihen. Die gewünschte Wertentwicklung tauscht Tabula über einen Total-Return-Swap ins Portfolio. Zunächst nur in London notiert, kommt der ETF in einer Dollar-notierten Anteilsklasse auf den Markt, in der sämtliche Euro-Positionen in Dollar abgesichert sind. Anleger haben damit eine reine Dollar-Anlage im Depot. Allerdings bringt eine Währungsabsicherung von Euro in Dollar sogar einen zusätzlichen laufenden Ertrag (es richtet sich nach der Zinsdifferenz) von derzeit über 2 Prozent im Jahr.

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