Die Luftfahrtbranche befindet sich im Wandel. Während die Passagierluftfahrt sich nach der Corona-Pandemie erholt, sehen sich Flugzeughersteller mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Nachhaltigkeit, Lieferengpässe und geopolitische Spannungen prägen die Branche.

Doch während Konkurrent Boeing mit Qualitätsproblemen und Produktionsstopps kämpft, konnte sich Airbus als Gewinner positionieren. Der europäische Luftfahrtkonzern verzeichnete 2024 Auslieferungen von mehr als 760 Flugzeugen und baute seinen Marktvorsprung gegenüber dem amerikanischen Rivalen weiter aus.

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Die Wachstumsaussichten für Airbus bleiben trotz konjunktureller Unsicherheiten stabil. Das Unternehmen profitiert von einem Auftragsbestand von mehr als 8.000 Flugzeugen, der eine Auslastung für die kommenden Jahre sichert. Nachgefragt sind die treibstoffsparenden Modelle A 320 neo und A 350, die den Nachhaltigkeitsanforderungen der Airlines entsprechen.

Im ersten Quartal 2025 steigerte Airbus den Umsatz um 6 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro, während das bereinigte operative Ergebnis auf 624 Millionen Euro kletterte (erstes Quartal 2024: 577 Millionen Euro). Die operative Marge verbesserte sich leicht von 4,5 auf 4,6 Prozent. Für das Gesamtjahr 2025 peilt der Konzern die Auslieferung von rund 820 Verkehrsflugzeugen an.

Die Nachfrage nach dem Langstreckenjet A 350 stieg um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Konzern profitiert dabei von Boeings anhaltenden Problemen mit der 737 Max-Serie.

Europäischer Champion mit globaler Reichweite

Airbus gilt als wichtiges Unternehmen der europäischen Industrie und Arbeitgeber in Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien. Mit etwa 157.000 Beschäftigten weltweit ist der Konzern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Zusammenarbeit zwischen den europäischen Standorten macht Airbus zu einem Beispiel europäischer Kooperation.

Der Konzern investiert in nachhaltige Technologien und arbeitet an wasserstoffbetriebenen Flugzeugen. Das Projekt Zeroe soll bis 2035 das erste klimaneutrale Verkehrsflugzeug auf den Markt bringen.

Von der Vision zur Marktführerschaft

Die Geschichte von Airbus begann 1970 als europäisches Gemeinschaftsprojekt. Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien schlossen sich zusammen, um dem amerikanischen Monopol in der Verkehrsluftfahrt entgegenzutreten. Der erste Airbus A 300 hob 1972 ab – der Beginn der Unternehmensgeschichte.

Weitere Meilensteine der Airbus-Entwicklung:

  • 1987: Erstflug des A 320 mit Fly-by-Wire-Technologie
  • 2005: Jungfernflug des Großraumflugzeugs A 380, des größten Passagierflugzeugs der Welt
  • 2013: Erstflug des treibstoffsparenden A 350
  • 2016: Airbus überholt Boeing bei den jährlichen Auslieferungen
  • 2019: Produktionsende des A 380 aufgrund mangelnder Nachfrage
  • 2023: Airbus wird zum weltgrößten Flugzeughersteller mit über 50 Prozent Marktanteil

Welche ETFs und aktiven Fonds Airbus besonders hoch gewichten und wie diese zuletzt performten, zeigen wir auf den folgenden Seiten.

Stand aller Daten: 8. September 2025