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Traditionsfest in Jianhe: China steht im Spannungsfeld der Weltkonjunktur. | © Getty Images

Aktien

Diese Märkte sind eine Alternative zu den USA

Seit dem Jahr 2009 haben die meisten der 50 Unternehmen mit den höchsten jährlichen Erträgen ihren Sitz außerhalb der USA. Oft stammten in diesem Zeitraum 80 bis 90 Prozent dieser Firmen aus anderen Ländern. In manchen Sektoren sind die USA keineswegs dominierend.

Führende Luxusgüterhersteller wie LVMH und Kering haben ihren Sitz in Europa – mit ihren Marken wie Louis Vuitton, Fendi und Gucci. Viele führende Robotech-Firmen stammen aus Japan, etwa Murata und Fanuc. Und an großen, innovativen Pharmakonzernen herrscht wiederum in Europa kein Mangel: Astra Zeneca, Novartis und Novo Nordisk sind nur einige Beispiele.

Hinzu kommt, dass außerhalb der USA die Dividendenrenditen oft höher sind. All dies spricht dafür, weltweit zu investieren – selbst wenn man erwartet, dass der US-Markt weiter an der Spitze steht.

Quellen: RIMES, MSCI. Stand 31. Mai 2019. Erträge in US-Dollar. US-Aktien gemessen am S&P 500 Index, Aktien anderer Länder gemessen am MSCI ACWI ex USA.

Trotz Gegenwind bleibt Europas Binnenkonjunktur stark

Europa bietet Investoren zahlreiche Renditechancen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Marktteilnehmern in den vergangenen Monaten die Angst vor einer verfrühten Straffung der Geldpolitik genommen und signalisiert, dass die Zinsen das ganze Jahr 2019 über unverändert niedrig bleiben. Neben dem günstigeren Zinsausblick gibt es weitere ermutigende Nachrichten aus Europa: Die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe stabilisieren sich, selbst in Deutschland und Italien. Auch die Dienstleistungs-und Baukonjunktur bleibt solide.

Tatsächlich ist die europäische Binnenkonjunktur überraschend robust. In den meisten Ländern ist die Arbeitslosenquote gefallen – mit Ausnahme von Italien. Steigende Löhne und eine niedrigere Inflation haben die Realeinkommen der Haushalte steigen lassen. Die Fiskalpolitik wurde durch Steuersenkungen und höhere Staatsausgaben gelockert. All dies hat den Konsum gestützt und die Unternehmensinvestitionen weiter steigen lassen. Im ersten Quartal 2019 hat das reale Wirtschaftswachstum im Euroraum daher zugelegt.

Ein wichtiges Thema für Europa bleibt aber die politische Unsicherheit – und die Sorge, dass die Europäische Union (EU) zum Ziel des amerikanischen Protektionismus wird. Für europäische Aktien sprechen allerdings die Bewertungen. Das konjunkturbereinigte Kurs-Gewinn-Verhältnis des MSCI US Index beträgt zurzeit 27, gegenüber 15 beim MSCI Europe. Europäische Aktien sind unabhängig vom Sektor günstiger bewertet als amerikanische, und auch im Langfristvergleich sind die Bewertungen niedrig. Einzelwertorientierte Fundamentalinvestoren haben viele Möglichkeiten.

Abb. oben: PMI = Einkaufsmanagerindex. quelle: Thomson Reuters Datastream. Stand 15. Mai 2019. Abb. unten: Einzelhandelsumsätze (Volumen) um Preisänderungen und Saisoneffekte bereinigt. 2015 = 100. Quelle: Thomson Reuters Datastream. Stand 15. März 2019.

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