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Aktien Diese Märkte sind eine Alternative zu den USA

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Japanische Unternehmen werden rentabler

Neben Europa bietet auch Japan einzelwertorientierten Investoren viele Möglichkeiten. Inflation und Produktivität haben dort zwar die Erwartungen nicht erfüllt, doch ist Japans Wirtschaft im ersten Quartal 2019 annualisiert um unerwartete 2,2 Prozent gewachsen. Angesichts des Abschwungs in China und des Handels­konflikts mit den USA ist dies beeindruckend.

Zweifellos hat die Wirtschaftspolitik von Premierminister Shinzō Abe zum stabilen Wirtschaftswachstum und der rekordverdächtig niedrigen Arbeitslosenquote beigetra­gen. Zuletzt hat die Regierung eine neue Wachstumsstra­tegie verabschiedet, die Produktivität und Wettbewerbs­fähigkeit der Unternehmen steigern soll. Die Corporate Governance und die Aktionärserträge haben sich durch die neuen Kodizes in Japan ebenfalls verbessert.

Durch strukturelle Veränderungen sind viele japanische Unternehmen sehr rentabel geworden. Im Jahr 2018 verzeichne­ten japanische Firmen die höchsten operativen Margen seit Jahrzehnten. Sehr großen Anteil daran hatten die drastischen Kostensenkungen seit der Finanzkrise 2008. Die variablen Kosten sind in den vergangenen zehn Jahren um etwa 4 Prozent, die Fixkosten um ein Prozent gefallen. Gut für die Gewinne von Exporteuren und binnenorientierten Unterneh­men gleichermaßen dürfte auch der schwächere Yen sein.

Im Vergleich zu anderen Ländern erschei­nen die Bewertungen in Japan günstig, zumal die Gewinndynamik anhält. Weitere Fortschritte bei der Corporate Governance und eine stabile Konjunktur könnten japanische Aktien weiter stützen.

Quellen: Japanisches Finanzministerium, Capital Group

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