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Vermögensverwalter rechnet vor
Aktien bringen elffach höheres Vermögen
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Vermögensverwalter rechnet vor Aktien bringen elffach höheres Vermögen

Mann fotografiert Skyline von Manhattan
Mann fotografiert Skyline von Manhattan: Die aktuelle Aktienrally erleben viele Anleger nur von der Seitenlinie aus, bedauert Gastautor David Bienbeck. | Foto: Imago Images / Westend61

Die wichtigen Aktienindizes erklimmen von Woche zu Woche neue Höchststände. Doch viele Anleger schauen bei der Rekordjagd von der Seite aus zu oder haben zu wenig investiert, um von den neuen Allzeithochs richtig zu profitieren. Neben der Angst, etwas zu verpassen, werden sie von der Furcht geplagt, dass die Märkte nach ihrem Einstieg nach unten abdriften könnten. Dabei zeigen zwei harte Fakten sehr klar: Der beste Zeitpunkt zum Einstieg ist (fast immer) jetzt.

Die erste Tatsache bezieht sich auf Indizes wie Nasdaq 100 oder Dax in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten. Wenn diese Aktienindizes nach einer Korrektur (bis zu 20 Prozent Minus) oder einem Bärenmarkt (über 20 Prozent Minus) ein neues Allzeithoch erreichten, standen die Chancen, dass Anleger, die zum Schluss des fraglichen Monats kauften, über Jahre hinweg satte Gewinne verbuchten, etwa bei vier zu eins. In den meisten Fällen ging ab diesem Kauf nicht ein Cent des Vermögens verloren.

Aktien bringen elffach höheres Vermögen

Unser Fazit daher: Trotz des emotionalen Widerwillens vieler Anleger ist es rational, spätestens bei neuen Rekordständen zu kaufen. Sollte der Trend wider Erwarten drehen, gibt es effektive Möglichkeiten, um Gewinne zu sichern beziehungsweise Verluste niedrig halten.

Die zweite Tatsache bezieht sich auf den Zinseszins, der sich aus den Faktoren Zeit und jährliche Rendite ergibt. Diese Größe entfaltet ihre Kraft so richtig erst bei längeren Zeiträumen. Bei einer Rendite von acht Prozent per anno, wie der breite Aktienmarkt sie über die Jahrzehnte hergab, wird aus 100.000 Euro nach 30 Jahren eine Million Euro – ein Zuwachs von 900 Prozent! Wer sein Geld indes bei zwei Prozent im Jahr als Tages- oder Festgeld hielt, kommt nach dieser Zeit auf 180.000 Euro, was lediglich einem Zuwachs von 80 Prozent entspricht.

 

Das Fazit: Aktien mit 8 Prozent bringen auf lange Sicht ein elffach höheres Vermögen als Festgeld mit 2 Prozent – das ist die beeindruckende Kraft des Zinseszinses.

Der beste Zeitpunkt zum Investieren ist jetzt

Je früher man also mit der Anlage in Aktien beginnt, desto üppiger fällt das künftige Vermögen im Vergleich zu anderen Anlageformen aus. Anleger, die derzeit unfreiwillig an der Seitenlinie stehen oder eine für sie zu geringe Aktienquote haben, sollten daraus den einzig logischen Schritt ziehen: Jetzt investieren! Denn je eher sie die Aktienquote auf das für sie passende Niveau anheben, desto üppiger wird über die Jahre ihr Vermögen ausfallen.

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Dabei gilt es, das Geld möglichst vollständig arbeiten zu lassen, um die Gesamtrendite zu maximieren. Wer nicht darauf angewiesen ist, sollte also auf die Ausschüttung von Dividenden verzichten und etwa thesaurierende Fonds oder ETF wählen.

 

Die Kraft des Zinseszinses und der Rückenwind der Statistik bei den Allzeithochs sprechen also klar dafür, jetzt bei den Aktieninvestments keine halben Sachen zu machen. Wer dennoch weiter zögert, etwa weil er den neuen Rekordständen nicht traut, dürfte sich in wenigen Jahren über die verpasste Chance ärgern.

So besitzen Anleger, die im obigen Beispiel nur fünf Jahre später 100.000 Euro in Aktien investieren, bei gleicher Rendite am Ende statt einer Million nur 685.000 Euro. Damit verlieren sie beziehungsweise verzichten sie in jedem fehlenden Jahr auf mehr als 60.000 Euro an Erträgen!

Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass sie später genau dann auf den fahrenden Zug springen, wenn ein neuer Bärenmarkt mit satten Verlusten beginnt.

 

David Bienbeck steigt bei der Vermögensverwaltung Albrech & Cie auf.
© Albrech & Cie

Über den Autor:

David Bienbeck ist Vorstand bei der Albrech & Cie. Vermögensverwaltung in Köln.

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