Aktualisiert am 14.12.2017 - 11:17 UhrLesedauer: 7 Minuten
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Aktien Spezialisten für Ertrag

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Analyse plus Geduld

Hier kommt daher die wichtigste Tugend der Fondsmanager ins Spiel: Geduld. Erst wenn der Einstiegspreis stimmt, wird gekauft. „Wir warten auch durchaus fünf Jahre auf diesen Zeitpunkt und halten ebenso Unternehmen fünf Jahre und mehr im Portfolio“, kommentiert McLennan. Im Fokus stehen widerstandsfähige Unternehmen mit starken Bilanzen, die ihre Produktivität steigern und stabile Free-Cashflow-Renditen liefern – und die dennoch günstig zu haben sind.

Zunächst ermitteln die Manager den intrinsischen Wert eines Unternehmens, also den Wert, den ein gut informierter Käufer bereit wäre, für das Unternehmen zu zahlen. Erst wenn der Aktienkurs 30 bis 50 Prozent unter diesem Wert liegt, schlagen sie zu. Zu ihren derzeit größten Positionen zählen Oracle, Microsoft und Comcast.

Seine defensive Ausrichtung führt dazu, dass der Fonds in Hausse-Zeiten meist hinter dem Markt liegt. Dafür überzeugt er in Bärenmärkten oder auch bei plötzlichen starken Kurseinbrüchen, wie etwa zur Finanzkrise 2008. In der anschließenden Erholungsphase konnte er erwartungsgemäß nicht ganz mithalten. Für Altinvestoren war das aber auch nicht weiter schlimm, da sie ja vorher gar nicht erst so viel verloren hatten. Kurzum: Der Fonds liefert ein gutes Beispiel für „mehr Gewinne durch weniger Verluste“.

Europa vor Comeback

Eine Alternative – oder Ergänzung – zum First Eagle Amundi International Fund ist der Amundi Equity Europe Conservative. Mit seinem Europa-Schwerpunkt ist dieser Fonds vor allem interessant für Investoren, die an eine Aufholjagd der zuletzt eher verschmähten europäischen Aktienmärkte glauben.

Und dafür spricht einiges. „Europa ist der Markt mit der höchsten Dividendenrendite, die Aktienmärkte werden weiterhin durch die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank gestützt, und bei den Gewinnen hinken die europäischen Unternehmen den amerikanischen immer noch hinterher“, nennt Fondsmanager Melchior Dechelette einige Gründe für ein europäisches Aktieninvestment.

Dechelette sieht aber dennoch durchaus Risiken. „Auch wenn der Markt sehr attraktiv ist, kann die Volatilität wieder zunehmen“, betont Dechelette. Daher biete sich ein defensiver Ansatz an, wie ihn der Amundi Equity Europe Conservative verfolgt, für den er schon seit Auflegung 2012 verantwortlich ist.

Niedrige Volatilität

Unter „konservativ“ versteht Dechelette den Dreiklang aus Qualität, niedriger Volatilität und Diversifikation. Er peilt stabile Erträge durch weniger Risiko und weniger starke Verluste an. In den vergangenen Jahren hat der Fonds immer wieder gezeigt, dass er in Krisenphasen nicht so stark abstürzt wie der Index. Über die vergangenen drei Jahre (bis Jahresende 2016 betrachtet) hat er seine Benchmark, den MSCI Europe, geschlagen und gleichzeitig eine geringere Volatilität aufgewiesen.

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