Claudia Reich Floyd ist Portfoliomanagerin für globale Wertpapiere in Immobilien bei Timbercreek.

Claudia Reich Floyd ist Portfoliomanagerin für globale Wertpapiere in Immobilien bei Timbercreek.

Aktien von Immobilienunternehmen

Trotz Brexit: REITs im zweiten Quartal gestiegen

//
Trotz der Marktvolatilität in Folge des Brexit-Votums Ende Juni, der Aussetzung von Anteilsscheinrückgaben für manchen offenen Immobilienfonds in Großbritannien sowie niedrigen, teilweise sogar negativen Zinsen in den größeren Märkten ist die Anlageklasse für börsennotierte Immobilienfirmen (Real Estate Investment Trusts, REITs) im zweiten Quartal um 3,7 Prozent (auf US-Dollar-Basis) gestiegen.

Das geht aus dem aktuellen vierteljährlichen Marktbericht des Investmentmanagers Timbercreek Asset Management hervor. Timbercreek bietet in Deutschland derzeit zwei Fonds mit börsennotierten Immobilienfirmen an: den Timbercreek U.S. REIT Preferred Fund und den Timbercreek REIT Preferred Income Opportunity Fund.

US-Markt ist  in guter Verfassung


Der US-Markt befand sich, laut Timbercreek, in einer guten Verfassung, wohingegen Japan die schlechteste Performance (- 7,2 Prozent) unter allen Märkten aufwies, weil Aktienkurse dort unter der wirtschaftlichen Stagnation litten. Der britische Immobilienmarkt lieferte im Quartal, das mit dem Brexit-Referendum endete, ein unterdurchschnittliches Ergebnis ab.

Für den weiteren Jahresverlauf bleibt Timbercreeks Ausblick für den Markt der gelisteten Immobilienfirmen positiv. Die Neueinstufung von REITs als 11. eigenständiger Sektor im „Global Industry Classification System” (GICS) zum Ende dieses Monats wird dem Immobiliensektor als Ganzes zu Gute kommen sowie Aufmerksamkeit und Zuflüsse in REITs steigern.

Einkaufszentren für täglichen Bedarf

„Wir glauben, dass weltweit anlegende REITs als Anlageklasse so positioniert sind, dass sie in einem Umfeld niedrigen Wachstums und geringer Zinsen gute Ergebnisse abliefern können“, sagt Claudia Reich Floyd, Portfoliomanagerin für globale Wertpapiere in Immobilien bei Timbercreek.

Besonders Anlagen in Unternehmen mit einer Positionierung in gut gelegenen Einkaufszentren mit Fokus auf den täglichen Bedarf generieren weiterhin eine hohe Nachfrage bei Investoren. „Einzelhändler konzentrieren Neueröffnungen auf Standorte mit herausragenden demographischen Bedingungen“, ergänzt Reich Floyd. Außerdem seien Büros in zentralen Geschäftsvierteln sehr begehrt.

Mehr zum Thema
ImmobilienmarktVerkaufspreise für Häuser in London sinkenStudie der International Real Estate Business SchoolImmobilienbesitz drückt AktienkursFeri-Marktausblick„Offene Immobilienfonds weisen auch künftig eine Performance von 2 bis 2,5 Prozent auf“