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Einwohner des sudanesischen Bundesstaats Nord-Darfur an einer Wasserstelle: In vielen Regionen der Erde nimmt die Wasserknappheit zu.  | © Getty Images

Aktien von Konsumgüterherstellern Wachsendes Bewusstsein beim Wasserverbrauch

Der Klimawandel betrifft die Wirtschaft rund um den Globus. Allerdings stehen Hersteller von Konsumgütern bislang kaum im Fokus dieser Debatte. Das verwundert, schließlich ist auch diese Branche direkt von der globalen Erwärmung betroffen: Einerseits hängt die Verfügbarkeit mancher Rohstoffe teilweise stark vom Wetter ab. Andererseits verstärkt der klimabedingte Anstieg von Energie- und Rohstoffpreisen den ohnehin schon hohen Margendruck in einer Branche mit intensivem Wettbewerb. Vor diesem Hintergrund haben wir uns gefragt: Wie bereiten sich Konsumgüterhersteller auf den Übergang in eine emissionsarme Wirtschaft vor?

Schlechte CO2-Bilanz des Konsumgütersektors

Auf den ersten Blick erscheinen die CO2-Emissionen von Konsumgüterherstellern vergleichsweise gering. Dennoch wissen wir, dass dieser Sektor im Bereich des Klimawandels eine wichtige Rolle spielt. Insofern ist es wenig überraschend, dass die Analyse seiner Wertschöpfungskette – also derjenigen Unternehmen, mit denen Konsumgüterhersteller für Herstellung, Transport und Vertrieb ihrer Produkte interagieren –ein anderes Bild zeichnet.

Einem aktuellen Bericht des britischen Carbon Disclosure Project (CDP) zufolge, einer unabhängigen Organisation, die eine der größten Datenbanken zu Klimarisiken von Firmen betreibt, entfällt – bei Berücksichtigung der Wertschöpfungskette – fast ein Drittel der weltweiten CO2-Emissionen auf den Konsumgütersektor. Ein Großteil davon stammt aus den Sektoren Lebensmittel und Landwirtschaft, rund ein Viertel der weltweiten CO2-Emissionen entfällt auf diese beiden Bereiche.

Für Anleger sollte diese Tatsache eine zentrale Rolle bei möglichen Investment-Entscheidungen spielen, gibt CDP zu bedenken. Immerhin besitzen die Risiken des Klimawandels, wie beispielsweise Hitze und Wasserknappheit das Potenzial, die Lieferung von Agrarrohstoffen entscheidend zu stören. Infolgedessen dürften bei Rohstoffen, von denen diese Unternehmen abhängig sind, auf Dauer Ressourcenmangel und Preisvolatilität zu beobachten sein.

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