Themen
TopThemen
Fonds
Fondsvergleich Märkte Finanzberatung
Versicherungen
Boulevard
Experten
Denker der Wirtschaft
Krypto
Services
Academy Newsletter Veranstaltungskalender
Neuer Elektro-SUV für den indischen Markt: Unternehmen, die den größten wirtschaftlichen Wert mit den geringsten Emissionen schöpfen können, werden am erfolgreichsten sein.  | © Getty Images

Aktien

Was Anleger über den Klimawandel wissen müssen

Der jüngste Bericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) lässt wenig Zweifel an den Gefahren und dem raschen Fortgang des Klimawandels. Der IPCC, eine angesehene internationale Gruppe aus 195 führenden Klimawissenschaftlern der Welt, erforscht seit 1988 intensiv den Klimawandel und veröffentlicht immer wieder von Fachkollegen geprüfte Berichte. Der letzte große Bericht, der Ende 2018 nach zwei Jahren Bearbeitungszeit veröffentlicht wurde, bestätigte, dass die globale Erwärmung viel schneller fortschreitet, als vorherige Modelle vermutetet hatten.

Überdies stellte der Bericht fest, dass es noch nie so viele heftige Stürme, Überschwemmungen, Dürren, Waldbrände und schmelzendes Meereis gab wie im vergangenen Jahrzehnt. Der Bericht warnte zudem, dass die durchschnittlichen globalen Temperaturanstiege die viel größere Erwärmung in bestimmten Regionen, insbesondere der Arktis und der Antarktis, kaschieren, wo die Gletscher- und Eisschmelze eine verheerende Wirkung auf den Anstieg des Meeresspiegels haben könnte.

Darüber hinaus verschärfte der Bericht das angestrebte Ziel einer Erwärmung von 2° Celsius (oder weniger), das auf dem historischen Gipfel von Paris 2015 vereinbart wurde, auf 1,5° Celsius gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter. Die Autoren des IPCC-Berichts warnen davor, dass die „Emissionsbudgets“, die erforderlich sind, um die Erwärmung bei oder unter diesem Niveau zu halten, basierend auf aktuellen Emissionspfaden bereits in elf Jahren ausgeschöpft sein könnten.

Schon jetzt 62 Millionen Menschen vom Klimawandel betroffen

Ein aktueller Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WOM) unterstreicht den menschlichen Einfluss beim Klimawandel und stellt fest, dass alleine 2018 rund 62 Millionen Menschen direkt vom Klimawandel betroffen waren, darunter zwei Millionen zwangsumgesiedelte „Klimaflüchtlinge“. Überdies sind die Trends der vergangenen Jahre besonders besorgniserregend, denn nach zwei aufeinanderfolgenden Jahren mit Rückgängen stiegen die weltweiten CO2-Emissionen sowohl 2017 als auch 2018. 2018 erhöhten sich die Emissionen um 1,77 Prozent – 70 Prozent über dem durchschnittlichen Anstieg des vergangenen Jahrzehnts, wie die Internationale Energieagentur berechnet hat.

Zwar bleiben erhebliche Unsicherheiten, doch es gibt wenig Zweifel daran, dass sich das Klima ändert und dass der Mensch zu diesem Wandel beiträgt. Der Klimawandel hat nicht nur breite gesellschaftliche Auswirkungen, sondern birgt für Anleger, die gut aufgestellt sind, um eine konstruktive Antwort auf den Klimawandel zu fördern, viele Chancen.

nach oben