Der Quadoro Erneuerbare Energien Europa (QEEE)-Fonds strebt eine Rendite von 5 bis 6 Prozent nach Kosten1 an. Wie konservative Anlagestrategien, Diversifikation in Wind-, Solar- und Wasserkraft sowie die Förderung der Pariser Klimaziele den Artikel-9-Fonds zur idealen Wahl für Anleger machen, die sich an zukunftsweisenden Infrastrukturprojekten beteiligen möchten, berichten Michael Denk, Geschäftsführer und Gesellschafter bei Quadoro Investment, und Michael Hepers, Geschäftsführer bei EB-Sustainable Investment Management (EB-SIM).

EB-SIM
Von rechts: Michael Denk, Michael Hepers und Edelstoff-Redakteur Helge Rehbein im Gespräch: „Der konservative, risikoavers aufgebaute Quadoro Erneuerbare Energien Europa ist ein offenes Infrastruktur-Sondervermögen; in dieser Form der Ausgestaltung einer der ersten seiner Art in Deutschland.“ © EB-SIM

Herr Hepers, warum ist eine Investition in den Bereich Erneuerbare Energien sinnvoll? 

Michael Hepers: Die Erneuerbaren Energien sind inzwischen sehr wettbewerbsfähig: Die Erzeuger sind nicht mehr auf Subventionen wie beispielsweise hohe Einspeisevergütungen angewiesen. In der Vollkostenrechnung haben die Erneuerbaren Energien im Vergleich zu Kohlekraftwerken und Atomstrom inzwischen die deutlich günstigsten Gestehungskosten. 

Herr Denk, erzählen Sie uns von der Idee hinter dem Quadoro Erneuerbare Energien Europa (QEEE)-Fonds. Wie kam es zu der Partnerschaft zwischen Quadoro Investment und EB-SIM?

Michael Denk: Quadoro hat sich seit der Gründung nachhaltigen Investments verschrieben. Wir sind sowohl Fonds- als auch Asset-Manager für Immobilien und Erneuerbare Energien mit Schwerpunkt auf der Immobilienseite. Auf der Pariser Klimakonferenz im Jahr 2015 einigte sich die Staatengemeinschaft erstmals völkerrechtlich verbindlich darauf, die Erderwärmung auf unter 2°C zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Seither ist die Dekarbonisierung ein ganz großes Thema. Der Betrieb der Gebäude verursacht in Deutschland 35 Prozent des Endenergieverbrauchs und 30 Prozent der CO₂-Emissionen. Nach dem Willen der EU soll bis 2030 der CO₂-Ausstoß von Gebäuden halbiert werden. Bis 2050 sollen Gebäude komplett klimaneutral sein. Ohne Erneuerbare Energien sind diese Ziele nicht zu erreichen. Wir arbeiten mit der EB-SIM seit vielen Jahren gut zusammen, beide Seiten haben einen ähnlichen Zielkundenmarkt. Wir bündeln unsere Kompetenzen und Kräfte, um unser Know-how geballt nach vorne zu bringen.  

Der Quadoro Erneuerbare Energien Europa bietet mit 5 bis 6 Prozent nach Kosten1 eine attraktive Rendite. In welchen Rahmenbedingungen bewegen sich Anleger? 

Hepers: Unser konservativer und risikoavers aufgebauter Fonds ist das erste offene Infrastruktur-Sondervermögen, das als Impactfonds die Anforderungen an Artikel 9 und damit die höchste Nachhaltigkeitskategorie der EU-Offenlegungsverordnung (SFDR) erfüllt. In dieser Ausgestaltung ist der Fonds einer der ersten seiner Art in Deutschland. Rechtlich lehnt sich das offene Infrastruktur-Sondervermögen am offenen Immobilienfonds an. Da es sich um eine illiquide Anlageklasse handelt, hat der Fonds eine Mindesthaltedauer von 24 Monaten bei einer zwölfmonatigen Kündigungsfrist. Im Gegenzug können Anleger eine beabsichtigte Rendite von 5 bis 6 Prozent nach Kosten1 sowie eine Ausschüttung nach zwei Jahren zwischen 4 und 5 Prozent erwarten – für einen defensiven, ab 100 Euro sparplanfähigen Fonds ist das eine sehr gute Rendite.

Warum haben Sie sich für ein offenes Infrastruktur-Sondervermögen und nicht für einen ELTIF entschieden? 

Denk: Wir haben beide Vehikel geprüft und zusätzlich mit unseren Investoren gesprochen. Ein ELTIF wäre zum derzeitigen Stand der Gesetzgebung nachteilig: Zum einen ist er sehr beratungsintensiv. Viele Berater haben damit negative Erfahrungen gemacht. Zum anderen gibt es bei den derzeitigen ELTIFs Nachteile in der Konstruktion; Anleger müssten etwa auf eine Teilfreistellung ihrer Erträge verzichten. Eine Teilfreistellung soll die Doppelbesteuerung von Anlegern verhindern und die Steuererklärung vereinfachen. Aus diesen Gründen haben wir uns für das Vehikel offenes Infrastruktur-Sondervermögen entschieden. 

Welche Arten von Infrastrukturprojekten werden durch den QEEE-Fonds finanziert? 

Hepers: Wir unterscheiden die drei Ebenen Technologien, Regionen und Projektstatus. Im Bereich Technologie sind mindestens 75 Prozent in Wind-, Solar- und Wasserkraft investiert. 25 Prozent können neue Energiewende-Themen wie etwa Speicher und Netzinfrastruktur sein. Wir investieren im regulatorisch stabilen Europa mit einem Fokus auf Skandinavien, Deutschland, Frankreich und die Iberische Halbinsel. Mindestens 60 Prozent der Objekte sind fertiggebaut und erwirtschaften bereits Erträge. Projekte in der Bauphase sind auf maximal 40 Prozent begrenzt. Das erste Investment des Fonds wird aller Voraussicht nach ein deutscher Solarpark sein, der 2023 seinen Betrieb aufgenommen hat. Seine Gesamtleistung von über 150 Megawatt entspricht einem Zehntel der Leistung eines Kernkraftwerks. 

Welche Rolle spielt das Thema Nachhaltigkeit bei dem Fonds? 

Denk: Es handelt sich um einen Artikel-9-Fonds nach der EU-Offenlegungsverordnung. Wir sind bestrebt, zu fünf SDG-Zielen für nachhaltige Entwicklung einen positiven Beitrag zu leisten: Bezahlbare und saubere Energie, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, Industrie, Innovation und Infrastruktur, nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion sowie Maßnahmen zum Klimaschutz. Außerdem berücksichtigen wir die Principles for Responsible Investment (PRI). 

Wie sicher ist der Fonds? Welche Risiken bestehen für den Anleger? 

Hepers: Neben dem Liquiditätsrisiko besteht ein politisches Risiko, etwa im Hinblick auf die Einspeisevergütungen. Dem lässt sich mit einer gründlichen Länderanalyse begegnen – und einer guten Mischung der einzelnen Fondsbeteiligungen. Geschlossene Fonds liegen überwiegend in der Risikoklasse 6 (SRI), wir können den Anlegern eine ausgewogene 3 anbieten. 

Nennen Sie je drei Argumente, die für ein Investment in den Quadoro Erneuerbare Energien Europa sprechen. 

Hepers: Für mich steht an erster Stelle, dass ich für die nachfolgenden Generationen einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten will. Dazu kommt das attraktive Ertrags-Risiko-Profil, das relativ unabhängig von Konjunkturzyklen ist: Wind und Sonne ist es egal, wie die Aktienmärkte performen und wo die Zinsen stehen. Und letztlich bietet der Fonds eine breite Diversifikation und durch seine attraktiven laufenden Erträge einen Mehrwert im Portfolio: Die Ausschüttung ist höher als bei verzinslichen Anlagen und die Gesamtrendite ist aktienähnlich, aber mit geringerem Risiko. 

Denk: Die Fondslösung ist stark diversifiziert, wobei sich Anleger nicht um das Management kümmern müssen und keine unternehmerische Beteiligung eingehen. Aufgrund seiner Einnahmenstruktur ist der Fonds teilweise gegen Inflation geschützt. Und durch die sinkende Inflation und die folglich wieder sinkenden Zinsen wird der Bau von Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien wieder kostengünstiger, wodurch sich jetzt ein guter Einstiegspunkt bietet.

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1 Berechnung anhand Beispielportfolio. Die dargestellte Wertentwicklung ist eine Prognose und kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Über die Interviewten: 

Michael Hepers bringt über zwei Jahrzehnte Expertise im Bereich Kapitalmarkt und institutioneller Anlegerbetreuung mit. Seit 2020 ist er Geschäftsführer und Chief Customer Officer (CCO) bei der EB-Sustainable Investment Management GmbH (EB-SIM), der Investmenttochter der Evangelischen Bank, und verantwortet dort die Bereiche Vertrieb und Kundenbetreuung, Produktmanagement, Kommunikation und Marketing sowie Portfoliomanagement.
Michael Denk ist Geschäftsführer der Quadoro Investment GmbH und Experte für nachhaltige Investments, insbesondere im Bereich Immobilien und Erneuerbare Energien. Seit vielen Jahren setzt er sich für die Integration von Klimaschutz- und ESG-Kriterien in der Fondsverwaltung ein.