Aktive ETFs verzeichneten in den ersten drei Quartalen 2025 Zuflüsse von 338 Milliarden US-Dollar weltweit. Dies zeigen Daten von Morningstar mit Stand 30. September 2025. Diese Summe übertrifft dabei die kombinierten Jahreswerte von 2021, 2022 und 2023.

Aktive ETFs überholen passive Fonds

Im Juni 2025 überstieg die Anzahl aktiver ETFs erstmals die der passiven ETFs. Diese Entwicklung beschleunigte sich seit einer Regeländerung der SEC im Jahr 2019, die den Launch und die Verwaltung aktiver ETFs vereinfachte. Der Marktanteil aktiver ETFs vervierfachte sich seither nahezu. Bei den Neuemissionen führen Aktien-ETFs, gefolgt von Anleihen-ETFs.

Anzahl Neuauflagen der aktiven ETFs seit 2010 / Morningstar

Unter den verschiedenen Kategorien verzeichnete die Derivative-Income-Kategorie 2025 die höchsten Zuflüsse. Das verwaltete Vermögen in diesen ETFs stieg von unter eienr Milliarde US-Dollar Ende 2020 auf 127 Milliarden US-Dollar.

J.P. Morgan führt bei aktiven ETF-Zuflüssen

Bei der Betrachtung einzelner Anbieter führt J.P. Morgan die Zufluss-Rangliste der aktiven ETFs bis September 2025 an. Die beiden ETFs J.P. Morgan Nasdaq Equity Premium ETF (ISIN: IE000U9J8HX9) und J.P. Morgan Equity Premium Income ETF (ISIN: IE0003UVYC20) zählen zu den Top 20 ETFs nach Zuflüssen. Zusammen repräsentieren sie über die Hälfte der Assets in der Derivative-Income-Kategorie und rund ein Drittel aller Zuflüsse der aktiven ETFs von J.P. Morgan.

Auch mehrere iShares-ETFs belegen Spitzenplätze bei den Zuflüssen. Blackrock erhöhte die Gewichtung unter anderem von iShares US Equity Factor Rotation Active ETF (ISIN: IE0009Y1MQJ2) und iShares AI Innovation and Tech Act ETF (ISIN: IE000G0E83X3) in seinen Zielallokationsmodellen. Diese Anpassungen spiegeln sich in den Zuflüssen wider. Blackrock belegt Rang drei bei den aktiven ETF-Zuflüssen. 

Zuflüsse in aktive ETFs pro Anbieter Year-to-Date / Morningstar

Während J.P. Morgan und Blackrock bei den Zuflüssen vorne liegen, führt First Trust bei den Neuauflagen aktiver ETFs. Das Unternehmen lancierte 24 neue Produkte, davon 14 Defined-Outcome-ETFs in Zusammenarbeit. Diese ETFs nutzen Call- und Put-Optionen, die Verluste begrenzen und gleichzeitig Gewinne deckeln. Die Struktur spricht risikoscheue Anleger an. Diese verzeichnet bereits seit 2021 kontinuierliche Zuflüsse.