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private banking kongress
„Aktuelle Korrektur am Start-up-Markt war bitter nötig“
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private banking kongress „Aktuelle Korrektur am Start-up-Markt war bitter nötig“

Verena Pausder
Verena Pausder | Foto: Matthias Oertel

Die Unternehmerin Verena Pausder, die selbst an knapp 40 Start-ups beteiligt ist, informiert in ihrer Key Note am ersten Veranstaltungstag des private banking kongresses über den Zustand der hiesigen Start-up-Szene. War es für junge Unternehmen früher vor allem möglich in der Frühphase an Kapital zu kommen, hatten sich deren Finanzierungsmöglichkeiten in den vergangenen zwei Jahren auch für spätere Phasen deutlich verbessert.

So viel aber bereits vorab: Der Boom der vergangenen zwei Jahre, der unter anderem knapp 100 Einhörner, also Firmen mit einer Milliardenbewertung, hervorgebracht hat, ist erstmal vorbei. Haben Investoren im ersten Quartal noch Kapital in Höhe von knapp 7,5 Milliarden Euro in Start-ups gesetzt, sind es jetzt nur noch 2,9 Milliarden Euro.

„Korrektur lässt viel Luft aus dem System heraus“

Pausder erzählt unter anderem, dass aktuell die Pitchdecks auf ihrem Schreibtisch um 90 Prozent abgenommen hätten. Sie sieht die aktuelle Korrektur aber positiv, da diese „viel Luft aus dem System herauslasse, denn eine Korrektur war aus Pauders Sicht „bitter nötig“. Aber die Assetklasse werde auf keinen Fall ganz verschwinden und sei auch nicht länger nur ein Versuchslabor.

 

Es gebe in Deutschland mittlerweile viele sehr robuste Start-ups, die das Potenzial hätten, Industrien zu verändern. Als ein Beispiel nannte Pausder unter anderem den deutschen Kochboxenhersteller „Hello Fresh“. Mittlerweile ist „Hello Fresh“ zum Marktführer in den USA aufgestiegen, eine Seltenheit für deutsche Firmen. Das Unternehmen mit 15.000 Mitarbeitern wird mittlerweile mit 22 Milliarden Euro bewertet. Pausder schätzt das Potenzial des Unternehmens „wegen der vielen gesammelten Kundendaten“ aber sogar noch weitaus höher ein.

Start-ups erhalten Kapital, Mitarbeiter fehlen aber

Die gute Nachricht aktuell sei außerdem, dass aktuell genug Kapitel für Start-ups vorhanden ist. Viele Venture-Capital-Fonds verfügen laut Pausder aktuell noch über „bis zum Rand gefüllte Geldbeutel und gleichzeitig einen hohen Anlagedruck“. Was aktuell in der Branche und auch in ganz Deutschland fehlt, sind Fachkräfte. Neun von zehn Start-ups finden nicht genügend Mitarbeiter. Aus Pausders Sicht ist Bildung eines der besten Mittel, um diese Misere zu beheben.

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