Alecta Banken-Kollaps sorgt für Milliardenverlust bei schwedischem Pensionsfonds

Die Aktie der First Republic Bank in den USA rauschte nach unten - und sorgt für Millionenverluste im schwedischen Pensionsfonds
Die Aktie der First Republic Bank in den USA rauschte nach unten - und sorgt für Millionenverluste im schwedischen Pensionsfonds | Foto: IMAGO / UPI Photo

Das Banken-Beben begann in den USA und sorgt nun auch für heftige Ausschläge im fernen Schweden. Nach der Pleite der Silicon Valley Bank und der Signature Bank sowie einem Kursrutsch der First Republic Bank muss Alecta, Schwedens größter Pensionsfonds, herbe Verluste einräumen. Denn bei allen beteiligten Geldinstituten war die Pensionskasse investiert.

First Republic Bank sorgt für Millionenverlust

Nun hat Alecta die Anteile an der angeschlagenen First Republic Bank mit signifikanten Verlusten verkauft. Die Anteile schlugen mit einem Minus von 7,5 Milliarden Kronen (rund 670 Millionen Euro) zu Buche, wie Alecta-Chef Magnus Billing in einer Mitteilung erklärte, die „Bloomberg“ vorliegt. „Die Unsicherheit über die Zukunft der Bank war zu groß, auch angesichts dessen, dass die Bank von den Kreditinstituten weiter auf „Junk“-Status herabgestuft wurde und dass die finanzielle Unterstützung, zu der die Bank Zugang bekommen hat, den Aktienmarkt in keiner Weise beruhigt hat“, heißt es darin.

Die Aktie der First Republic Bank mit Hauptsitz in San Francisco hat seit Jahresbeginn rund 85 Prozent an Wert eingebüßt. Auch eine konzertierte Rettungsaktion mehrerer namhafter US-Banken, in deren Zuge unversicherte Einlagen im Volumen von 30 Milliarden US-Dollar zugesagt wurden, konnte die Stimmung an den Märkten nicht nachhaltig drehen.

 

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Es ist nicht der einzige Verlust im Zuge der Banken-Pleiten: Zuvor musste Alecta bereits Verluste im Zusammenhang mit der Silicon Valley Bank (8,9 Milliarden Kronen / 800 Millionen Euro) und Signature Bank (3,2 Milliarden Kronen / 290 Millionen Euro) einräumen.

Alecta trotz Verlusten stabil

Der Fall sorgte für eine Diskussion in Schweden, es kam zu einer internen Untersuchung der Investitionsprozesse sowie eine Vorladung durch die Financial Supervisory Authority (FSA). "Für uns als Investor ist das natürlich ein großer Misserfolg", erklärte Alecta-Chef Billing vergangene Woche. "Wir müssen daraus etwas lernen und auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse Maßnahmen ergreifen".

Alecta verwaltet Kapitalanlagen in Höhe von 1,2 Billionen Kronen (rund 120 Milliarden Euro) für 2,6 Millionen Privatkunden und 35.000 Unternehmen. Damit gehört Alecta zu den zehn größten Einrichtungen ihrer Art in der EU. Eine hohe Solvabilität bleibt demnach trotz der Verluste aus den kollabierten Banken gegeben.

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