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Alexander von Franckenstein: „Wald bietet einen hervorragenden Sachwert“

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Dieser Fonds wird aber stärker korrelieren.

Von Franckenstein:
Ganz klar. Aber wir streben auch eine höhere Rendite an, fünf Prozent und mehr. Wir werden den Agrar-Fonds im Oktober zunächst mit zehn Millionen Euro ausstatten und sukzessive aufbauen.

Sie spüren eine große Nachfrage bei Ihren Kunden nach solchen Anlagelösungen?

Von Franckenstein: Unsere Kunden stammen mehrheitlich aus dem Euroraum. Dieser ist bekanntermaßen mit großen Unsicherheiten behaftet, auch auf Grund des politischen Dissenses in der EU, wie die Schuldenkrise gelöst werden soll. Wenn ein Family Office den Kapitalerhalt zum Ziel hat, konnte es in früheren Jahren am Anleihenmarkt risikoarm investieren. In diesem Tiefzinsumfeld liefern im Prinzip nur Aktien die notwendigen Renditen. Doch die Unsicherheiten in der EU sorgen für eine hohe Volatilität. Unsere Kunden wollen keine Volatilität, sondern stabile Renditen von 3 bis 5 Prozent. Das steht bei uns im Vordergrund.

Gerade im Umfeld von Forst- und Agrar-Investments ist es immer wieder zu Skandalen gekommen. Wie stellen Sie die Nachhaltigkeit sicher?

Von Franckenstein: Unsere Kunden haben hier teilweise sehr hohe Ansprüche, die wir individuell erfüllen. Bei unseren Fonds beachten wir Aspekte der Nachhaltigkeit sehr stark und prüfen die Unternehmen auf die Einhaltung von Standards. Leider bleibt immer ein Restrisiko und man weiß erst hinterher, wenn beispielsweise ein Farmingunternehmen die geforderten Standards nicht eingehalten hat.

Von Anlagen in andere populäre Sachwerte wie Kunst, Oldtimer oder Wein sehen Sie ab?

Von Franckenstein: Wald und Agrarland haben gegenüber Kunst oder Wein den Vorzug, dass sie unabhängig von einer Geschmacksentwicklung in der Gesellschaft ihren Wert haben. Wer kann mir versprechen, dass ein zeitgenössisches Werk eines Künstlers, für das heute Millionen bezahlt werden, in zehn Jahren überhaupt noch gefragt sein wird?

Wie gewichten Sie eine Wald-Anlage im Portfolio eines Kunden?


Von Franckenstein: Wir würden immer raten, zwischen 5 und 10 Prozent des Vermögens zu investieren; als integraler Bestandteil eines Portfolios, in dem neben Aktien und Anleihen auch Cash und Edelmetalle enthalten sein sollten.
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