Alfred Platow über die Farce im Forst „Packt die Sägen wieder ein!“

Umweltschützer im Hambacher Forst: Sie wollen den Wald erhalten | © Getty Images

Umweltschützer im Hambacher Forst: Sie wollen den Wald erhalten Foto: Getty Images

Der Energiekonzern RWE will große Teile des Waldgebiets Hambacher Forst abholzen, um dort Braunkohle abzubauen. Umweltschützer versuchen, das zu blockieren. Jetzt meldet sich Alfred Platow zu Wort und richtet sich an die Parteien mit den Kürzeln RWE und NRW. Platow ist Vorstandsvorsitzender der nachhaltig orientierten Investmentgesellschaft Ökoworld und äußert sich so:

Was wir aktuell erleben, ist die Farce im Forst. Der Hambacher Forst ist zum Symbol geworden für den Kampf um die Braunkohle, um unser Klima, das Menschsein und unsere Zukunft. Und RWE und die Landesregierung NRW könnten die Rodung noch verhindern. Doch sie halten ohne Kompromissbereitschaft daran fest.

Die Polizei soll jeglichen Protest aus dem Wald räumen, damit das RWE den Klimakiller Kohle ungestört aus dem Boden holen kann. Die Annahme, dass der Forst gerettet werden kann, das ist laut RWE-Chef Schmitz eine Illusion.

Ich fordere die NRW Landesregierung und die RWE Vorstände dazu auf, endlich zu Sinn und Verstand zurückzufinden. Wollten wir nicht aus der Kohle aussteigen und sollte Deutschland mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht Vorreiter, Vorbild und Pionier sein? Die Anwältin Cornelia Ziehm hat in ihrem Gutachten für Greenpeace festgestellt, dass es dem RWE lediglich erlaubt ist, den Wald abholzen zu lassen, wenn dies für den Betrieb des Braunkohletagebaus „erforderlich" beziehungsweise „unerlässlich" ist. RWE hat selbst eingeräumt, dass eine betriebliche Notwendigkeit zu der Maßnahme erst ab dem 15. Dezember besteht. Den Wald vor diesem Termin zu roden ist unzulässig und generell nicht akzeptabel. Was für ein gieriges und ignorantes Vorgehen. Bitte packt die Sägen wieder ein.