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Gebäude der duetschen Finanzaufsicht in Frankfurt: Die Bafin will sich demnächst mit Krypto-unterlegten Zertifikaten beschäftigen.  | © Kai Hartmann / BaFin

Alle Marktteilnehmer angesprochen

Bafin startet Befragung zu Derivaten auf Krypto-Assets

Seit Mai 2019 werden auf einmal sehr viele Zertifikate mit Krypto-Assets als Basiswert aufgelegt, beobachtet die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die Finanzaufseher wollen jetzt mehr Licht ins Dunkel bringen und sich dazu unter Marktteilnehmern umhören.

Die Fragen der Bafin kreisen um Entwicklungen und Risiken am Krypto-Asset-Markt. Mit Krypto-Assets bezeichnen die Finanzaufseher alle Anlagen in digitaler Form, die keine Finanzinstrumente nach Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) und kein gesetzliches Zahlungsmittel sind, die keine Rechte verbriefen und nicht von einer Zentralbank ausgegeben werden. Die Vermögensgegenstände sollen geschlüsselt gesichert und dezentral per „Distributed Ledger Technologie“/DLT) organisiert sein. Das trifft vor allem auf Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether oder Ripple zu.

Aktuell am Markt erhältlich seien vor allem Differenz-Kontrakte („Contracts for Difference“ - CFD), Zertifikate („Tracker-Zertifikate“) sowie gehebelte Zertifikate, die die Wertentwicklung von Kryptowährungen abbilden, heißt es von der Bafin. Prinzipiell seien jedoch auch andere Krypto-hinterlegte Derivate denkbar. In 26 Punkten haben die Finanzaufseher ihre vorläufigen Erkenntnisse zusammengefasst.

Demnach haben die Anzahl und das Gesamtvolumen von Krypto-Assets in den vergangenen Jahren stark zugenommen, besonders deutlich zeichnete sich jüngst der Anstieg bei Krypto-Zertifikaten ab. Aber auch der CFD-Handel unter Privatanlegern legt an Umfang zu. Behörden wie die europäische Wertpapieraufsicht Esma, die Bankenaufsicht EBA, die Versicherungsaufsichtsbehörde Eiopa und nicht zuletzt die Bafin selbst haben verschiedentlich Warnungen ausgesprochen: Darin geht es um die hohe Volatilität, die Undurchsichtigkeit vieler Produkte und um unseriöse Marktteilnehmer am Krypto-Asset-Markt.

Vielen Krypto-Werten liege zudem kein realwirtschaftlicher Wert zugrunde, heißt es von der Bafin weiter. Bei Kursstürzen hielten die Anleger nichts in der Hand, was den Verlust begrenzen könnte. Das leiste Spekulationsblasen Vorschub.

Bis zum 13. Dezember sind Anleger, Verbraucherschutzverbände, Produktanbieter und deren Interessenvertreter aufgerufen, Stellungnahmen zu dem Thema einzureichen.

Hier geht es zum Aufruf der Bafin >>

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