„Alle wurden auf dem falschen Bein erwischt“ Vermögensverwalter: Was Gold- und Silber-Preise in die Höhe treibt - und was sie abstürzen lässt

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Andreas Görler, Senior Wealth Manager bei Wellinvest-Pruschke & Kalm in Berlin

Nach einem enormen Anstieg von 2008 bis 2011 und einer Halbierung in den letzten vier Jahren hat sich der Silberpreis seit Dezember um 30 Prozent erholt. Aus Sicht von Investoren wird häufig eine Relation zwischen dem Unzen-Preis für Gold und Silber herangezogen. Liegt der Goldpreis hier ca. um das 80-Fache über dem Silberpreis, gilt das als Signal für spekulative Käufe.

Insbesondere Großspekulanten haben ihre Terminpositionen deutlich hochgefahren. Das Kontraktvolumen hat sich mehr als verdreifacht. Hier liegt natürlich auch eine Gefahr, da die Hauptnachfrage von Momentum-Investoren ausgeht, die eher spekulativ im Markt sind. Dadurch kann schnell ein Verkaufsdruck entstehen, wenn Gewinne realisiert werden.

Die aktuellen Niedrigzinsen haben noch einen Zusatzeffekt. Für institutionelle Investoren sind die Haltekosten für Gold und andere Edelmetalle derzeit günstiger als die Kosten, um Liquidität auf Konten zu halten.

So haben große Fonds wie beispielsweise Flossbach von Storch Multiple Opportunities, die ohnehin stets Goldbestände halten, diese noch zusätzlich erhöht.

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