Allianz-Chef: Risiko-Management funktioniert bei US-Ausfall nicht

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“Sie zahlen bereits einen Preis. Aber dieser ist viel zu niedrig”, erklärte der 58-Jährigen in der Zentrale von Bloomberg News in New York City.

“Jeder schaut auf die USA und sagt sich: ’Wow, das können wir nicht nachvollziehen. Diese Leute verfügen über die Mittel, um aus diesem ganzen Ärger herauszukommen”, sagte Diekmann weiter. “Also, warum spielen die Politiker dieses Spiel. Die Leute verstehen das nicht.”

Die Allianz verfügt über ein Investment-Portfolio von 504,1 Mrd. Euro - wovon mit Stand vom 30. Juni rund 90 Prozent in Anleihen steckten. Von den 169,6 Mrd. Euro an Staatsanleihen- Beständen wiederum sind rund 5 Prozent in die USA investiert, wie eine Bilanz-Präsentation zum zweiten Quartal zeigte. Etwa ein Fünftel stecken in französischen Verbindlichkeiten und 16 Prozent in deutschen Bundesanleihen.

“Offen gesagt, falls es eine ernsthafte Ausfallsituation in den USA geben würde, dann wäre das genauso wenig zu beherrschen wie eine ernsthafte Ausfallsituation in Deutschland”, erklärte Diekmann. “Alle Risiko-Management- Schritte, die man unternehmen kann, werden nicht funktionieren.”

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