Die Allianz hat heute ein „bedingtes freiwilliges Angebot gegen Barleistung“ ihrer Amsterdamer Finanzholding veröffentlicht. Dabei geht es um den Erwerb von mindestens 51 Prozent der Aktien des Versicherers Income Insurance. Dieses Unternehmen aus Singapur verwaltet sowohl Schaden- und Unfall- als auch Kranken- und Lebensversicherungen für rund zwei Millionen Kunden. Vertrieben werden diese Produkte über Agenturen und ungebundene Finanzberater sowie im Bank- und Direktvertrieb. „Diese Übernahme kombiniert die Expertise der Allianz in den Bereichen Underwriting, Produktentwicklung und Datenanalyse mit der Marktreichweite und den Stärken von Income Insurance in den Bereichen Vertrieb, Partnerschaften und Mitarbeiter“, heißt es hierzu in einer aktuellen Mitteilung des Dax-Konzerns.
Laut dem Angebot würden die Münchener insgesamt etwa 2,2 Milliarden Singapur-Dollar (umgerechnet 1,5 Milliarden Euro) für die Aktienmehrheit an Income Insurance zahlen. „Diese Mehrheitsbeteiligung wird die Präsenz der Allianz auf dem schnell wachsenden und attraktiven Versicherungsmarkt in Singapur steigern und als einen der größten Kompositversicherer in Asien etablieren“, heißt es in der Mitteilung weiter. Der asiatisch-pazifische Raum sei für die Allianz demnach eine „strategisch wichtige Wachstumsregion“. Der in 17 Ländern der Kontinente Asien und Australien mit lokalen Ansprechpartnern vertretene Konzern verzeichnete dort allein im Jahr 2023 ein Gesamtgeschäftsvolumen von fast 7,7 Milliarden Euro in der Schaden- und Unfallversicherung sowie Lebens- und Krankenversicherung.
„Die vorgeschlagene Transaktion bringt zwei starke Unternehmen zum Nutzen der Kunden in Singapur zusammen und festigt die Führungsposition der Allianz in der Region“, sagt Renate Wagner, Mitglied des Vorstands der Allianz und verantwortlich für die Region Asien-Pazifik. Von der Übernahme erhofft sich die Allianz zukünftig aber nicht nur höhere Marktanteile bei Schaden- und Unfall-, Kranken- und Lebensversicherungen für asiatische Kunden. Der Versicherer setzt ebenso darauf, „erhebliche Synergie- und Kapitaloptimierungspotenziale“ zu heben. Der Abschluss der Transaktion, die noch der aufsichtsrechtlichen Genehmigung bedarf, wird für Ende dieses oder Anfang kommenden Jahres erwartet und soll „mittelfristig einen zweistelligen Return on Investment für die Allianz“ abwerfen.
