Die Betriebsrente steht bei den betrieblichen Zusatzleistungen weiterhin auf Platz 1. Das geht aus dem aktuellen Benefits-Report von Allianz Pension Partners hervor, für den nach Angaben des Unternehmens über 1.000 Beschäftigte und mehr als 160 Unternehmen befragt wurden. Demnach zählt jeder zweite Arbeitnehmer und rund zwei Drittel der Arbeitgeber die Betriebsrente zu den drei wichtigsten Zusatzleistungen eines Unternehmens.
Flexible Arbeitszeit auf Platz 2
Auf Rang 2 landet der Umfrage zufolge für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer die flexible Arbeitszeitgestaltung. Gleitzeit oder Vertrauensarbeitszeit, mobiles Arbeiten sowie die Kombination von Büropräsenz und Homeoffice blieben demnach hoch attraktiv, idealerweise ergänzt um Zeitwertkonten und flexible Übergänge in den Ruhestand.
Die betriebliche Krankenversicherung beziehungsweise das betriebliche Gesundheitsmanagement komplettiert den Angaben zufolge die Top 3: Für jeden vierten Beschäftigten und jedes vierte befragte Unternehmen gehörten diese Versicherungs- und Vorsorgeangebote zu den Pflichtbestandteilen eines Benefits-Pakets.
Heinke Conrads, im Vorstand der Allianz Lebensversicherung für das Firmenkundengeschäft zuständig, sieht in der Betriebsrente eine sinnvolle Ergänzung zur gesetzlichen Rente, da Arbeitgeber und Arbeitnehmer hier gemeinsam für zusätzliches Einkommen sorgten. Die anstehenden Reformen bei Rente und Gesundheit sowie die Reform der geförderten privaten Altersvorsorge hätten laut Conrads die Aufmerksamkeit für zusätzliche Absicherung erhöht.
Mitarbeitergewinnung bleibt größte Herausforderung
Unternehmen in Deutschland sehen dem Report zufolge aktuell drei zentrale personalpolitische Herausforderungen: die Gewinnung neuer Mitarbeiter, die Reduzierung von Krankenständen und die generelle Steigerung der Arbeitgeberattraktivität.
87 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, weiterhin punktuell oder flächendeckend vom Fachkräftemangel betroffen zu sein. Zwei Drittel (65 Prozent) nannten die Mitarbeitergewinnung als größte Herausforderung – insbesondere im Hinblick auf die Nachbesetzung von Stellen der in den Ruhestand gehenden Babyboomer-Generation. Bis Ende des kommenden Jahrzehnts erreichen laut Allianz Pension Partners fast 14 Millionen Menschen in Deutschland das Rentenalter.
Gut die Hälfte (52 Prozent) der befragten Unternehmen sieht die Reduzierung des Krankenstands als eine der entscheidenden Herausforderungen, vier von zehn wollen ihre Arbeitgeberattraktivität generell steigern. Arbeitgeberfinanzierte Benefits gewinnen dabei an Bedeutung: 38 Prozent der Unternehmen planen laut Umfrage, sich künftig strategisch besser bei diesen Leistungen aufzustellen als heute.


