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Allianz: Zeitwertkonten sind gefragt

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„Die neuen Anforderungen für Zeitwertkonten durch das sogenannte Flexi-II-Gesetz haben zu einer deutlichen Erhöhung der Nachfrage nach unseren Garantieprodukten geführt“, sagt Michael Hessling, Vorstand der Allianz Leben und verantwortlich für Firmenkunden bei dem Unternehmen.

Mit Langzeitkonten können Unternehmen recht flexibel auf unterschiedliche Auftragslagen reagieren oder ihre Mitarbeiter früher in den Ruhestand schicken. Die Arbeitnehmer zahlen Überstunden, Urlaubsgeld, laufendes Gehalt oder Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld in ihr Wertkonto ein. Steuern und Sozialabgaben fallen dann noch nicht an, erst  wenn der Mitarbeiter Geld aus seinem Wertkonto erhält. Hessling: „Ganz wichtig: Der Arbeitgeber erhält zu jedem Zeitpunkt seine garantierte Leistung und muss keine kapitalmarktbedingten Verluste ausgleichen.“

Mit dem Guthaben lässt sich dann der Vorruhestand, die konjunkturell bedingte Freistellung oder die ein- oder mehrjährige Auszeit von Mitarbeitern finanzieren. Bei vielen Berufsgruppen sei das Arbeiten bis zum 67.Geburtstag sowieso eher die Ausnahme. Dazu gehörten etwa Feuerwehrmänner, Zugführer oder Bergarbeiter.

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Die Erfahrung hat Karl Haase, Vorsitzender der Geschäftsführung bei den Deutschen Edelstahlwerken (DEW), gemacht: „Die Arbeit an den Schmelzöfen ist körperlich anspruchsvoll. Aber auch bei allen weiteren Verarbeitungsschritten unserer Stähle bedarf es hohen technischen Know-Hows. Deshalb möchten wir unseren Beschäftigten die Möglichkeit eröffnen, bereits vor dem regulären Renteneintritt mit 65 oder 67 Jahren eine Freistellung zu nutzen.“

Seit 2005 sichern DEW die Wertguthaben über Allianz Leben ab. Rund 160 Mitarbeiter mit einem Volumen von zwischenzeitlich 7 Millionen Euro finanzieren so ihren vorzeitigen Ruhestand. Tendenz steigend. „2007 haben wir uns entschlossen, allen unseren 4.000 Mitarbeiter Langzeitkonten anzubieten und die Insolvenzsicherung und Kapitalanlage über Allianz Leben umzusetzen. Inzwischen hat sich weit über die Hälfte der Mitarbeiter für die Wertkontenlösung entschieden“, sagt Haase. 

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