Anzeigentafel im Fußballstadion mit dem 1. FC Augsburg ganz oben Foto: imago images / MIS

Fondsperle Alpha Star Aktien

Alpha aus Augsburg

Wer in deutsche Unternehmen investieren will, sollte die kleinen Börsenperlen bevorzugen, nicht die bekannten Großkonzerne aus dem Leitindex Dax. Diesen Tipp geben Experten Anlegern regelmäßig mit auf den Weg, nicht erst seit der Insolvenz des hochgejazzten Zahlungsdienstleisters Wirecard und dessen Ersatz durch den defizitären Essenlieferanten Delivery Hero.

Der Schatzsuche im Mittelstand des deutschsprachigen Raums hat sich auch die in Augsburg ansässige Alpha Star Management verschrieben. Ihr Fonds Alpha Star Aktien (ISIN: LU1070113235) ging 2014 aus einem Aktienclub hervor, den die Brüder Felix und Gero Gode für Freunde und Familie ins Leben riefen. Das Portfolio bestückt Felix Gode als Fonds-Advisor. An dem Einsatz als Familienanlage habe sich wenig geändert, betont Gode: „Wir sind und bleiben zu 100 Prozent privat investiert.“ Zudem sei sichergestellt, dass alle Investoren die gleichen Informationen wie Familienmitglieder erhalten.

Und die dürften ziemlich erfreulich gewesen sein. In den zurückliegenden fünf Jahren resultierte eine jährliche Rendite von 16,3 Prozent. Allein 2019 kletterte der Anteilspreis um 39,2 Prozent nach oben. 2020 reichte es trotz Corona-Krise bislang immerhin zu 15,3 Prozent (Stand 11. September). Die Leistung verdeutlicht ein Vergleich mit dem Dax, der im selben Zeitraum knapp im Minus liegt. Eine Durststrecke war dagegen das Jahr 2018, als ein Minus von 18,9 Prozent zu Buche stand.

Die Fondsanalysten von Morningstar geben dem Portfolio jedenfalls ihre Bestnote von fünf Sternen, attestieren eine hohe Rendite bei mittlerem Risiko. Um institutionelle Zuflüsse zu bremsen, müssen alle Anleger zurzeit 5 Prozent Ausgabeaufschlag zahlen, so Gode. Der Fondsmanager nimmt für sich in Anspruch, die besten 2 Prozent von rund 1.000 Aktiengesellschaften des deutschsprachigen Mittelstands auszuwählen. Konkret finden sich lediglich 16 Unternehmen im Portfolio. Erstaunlich niedrig erscheint zudem deren mittlerer Börsenwert von gerade einmal 437 Millionen Euro.

Ganz vorn im Portfolio liegen die in München beheimateten IT-Dienstleister von Allgeier, die Unternehmen Hilfe bei der Digitalisierung anbieten. Und das erfolgreich: Für das erste Halbjahr 2020 verkündete Allgeier ein Ergebniswachstum von 68 Prozent. Das zweitgrößte Fondsinvestment Fabasoft stammt aus dem österreichischen Linz und hat ebenfalls digitale Geschäftsprozesse im Blick. Insgesamt hat Gode gut 70 Prozent des Fondsvermögens in Aktien angelegt, den Rest des Pulvers hält er derzeit trocken.

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