Pflegeversicherung, Unfallversicherung, KFZ-Haftpflicht, Krankenzusatzversicherung, Auslandsreisekrankenversicherung spielen für ältere Versicherungsnehmer eine besonders große Rolle.  | © Freepik, rawpixel.com/Freepik, studiogstock/Freepik, Ibrandify/Freepik Foto: Freepik, rawpixel.com/Freepik, studiogstock/Freepik, Ibrandify/Freepik

Alt, aber nicht arm

Diese Policen braucht die Kundengruppe 50plus

Eine Frau wird Großmutter. Daraufhin eröffnet sie für ihren Enkel ein Sparkonto und zahlt von ihrer nicht gerade üppigen Rente jeden Monat 50 Euro ein. Auch das zwei Jahre später geborene Geschwisterkind erhält ein Sparkonto mit den gleich hohen Einzahlungen. Als die Großmutter elf Jahre später in ein Pflegeheim muss und dieses nicht bezahlen kann, springt das Sozialamt zwar ein, nimmt den Enkeln aber die Geldgeschenke der vergangenen zehn Jahre komplett weg.

Ein DAS-INVESTMENT-Artikel über diesen Fall sorgte für kontroverse Diskussionen. Neben der Kritik an der Sozialgesetzgebung sowie der Verwunderung darüber, dass die Großmutter die Geldgeschenke nicht in bar überreichte, tauchte ein Ratschlag in den Kommentaren auf: „Hätte die Dame schlicht die Hälfte für ihre Enkel gespart und die andere Hälfte für eine private Pflegeversicherung genommen, wäre jeder glücklich.“

Und in der Tat gehört eine Absicherung gegen Pflegebedürftigkeit zu den wichtigsten Versicherungen für Menschen über 50, meint Ramona Paul, Leiterin Produktentwicklung und Platzierung bei der Ideal Versicherung. Denn im Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, plötzlich zum Pflegefall zu werden. Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen dann oft nicht aus, um die anfallenden Kosten abzudecken. Bei den privaten Pflegeversicherungen gibt es drei Kategorien.

Die Pflegetagegeldversicherung zahlt gegen Nachweis der Pflegebedürftigkeit einen vereinbarten festen Geldbetrag für jeden Pflegetag – und zwar unabhängig von den tatsächlichen Belastungen durch die Pflege. Die Pflegekostenversicherung kommt für einen bei Versicherungsabschluss festgesetzten Prozentsatz der durch die Pflegebedürftigkeit verursachten Kosten auf. Die Pflegerentenversicherung zahlt im Fall der Pflegebedürftigkeit eine lebenslange Pflegerente, deren Höhe vom Ausmaß der Pflegebedürftigkeit abhängt.

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