Alte Autos „Oldtimer haben ein Eigenleben“

Der Opel Kadett begleitet seinen Besitzer Carl Gitter schon seit seinem18. Lebensjahr.

Der Opel Kadett begleitet seinen Besitzer Carl Gitter schon seit seinem18. Lebensjahr.

DAS INVESTMENT: Was ist das Besondere an Ihrem Oldtimer?

Carl Gitter: Ich fahre meinen Opel Kadett, seit ich 18 bin, vorher war er in Familienbesitz. Der Wagen ist also gewissermaßen mit mir alt geworden, und wir haben schon viel erlebt. Unsere längste Fahrt: 1985 habe ich es mit dem guten Stück bis in die Türkei geschafft.

Woher kommt Ihre Begeisterung für die alten Wagen?

Oldtimer haben ein Eigenleben. Keiner gleicht den Fahrzeugen von heute. Man kann auch die Birne für den Scheinwerfer wechseln, ohne gleich ein neues Auto kaufen zu müssen.

Haben Sie einen Lieblings-Oldie?

Natürlich meinen Kadett. Ich habe aber auch noch einen Lieblings-Flugzeug-Oldtimer. Der Zaunkönig Bj 1940 ist vom gleichen Konstrukteur wie der Fieseler Storch. Von damals vier gebauten Flugzeugen existieren nur noch zwei.

Mit wem fahren Sie am liebsten?

Mit meiner Tochter.

Und wie oft sind Sie pro Jahr mit einem Oldtimer unterwegs?

Immer wenn ein anderes Auto in die Werkstatt muss. Und ab und an am Wochenende, wenn die Sonne scheint.

Welche Musik hören Sie im Auto am liebsten?

Den Motor.

Haben Sie einen Namen für Ihr Auto?

Kadettilac.

Wie pflegen Sie es?

Gelegentlich wird er gewaschen und bekommt einen Ölwechsel.

Warum lösen ausgerechnet Autos und Oldtimer so große Empfindungen in Menschen aus?

Sie erinnern an die „guten alten Zeiten“.

Nach welchen Kriterien gehen Sie bei der Wagenwahl vor?

Ich werfe nichts weg. In der Garage stehen auch noch der 1978er Ford Thunderbird meiner Eltern und ein DKW Munga, Baujahr 1961. Aber hier sind erst noch ein paar Restaurierungsarbeiten nötig, bevor die beiden wieder auf die Straße dürfen.