Senioren vor ihrer Villa. Werden solche Vermögenswerte zum Einkommen gerechnet, gilt knapp die Hälfte der über 65-Jährigen laut einer IW-Studie als reich. Foto: Imago / Westend61

Alterseinkünfte

Wie gut stehen Senioren finanziell da?

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Stehen Deutschlands Senioren finanziell gut oder schlecht da? Dieser Frage ist das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Rahmen einer Studie nachgegangen, die von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ („FAZ“) in einem Beitrag thematisiert wurde.

Demnach trifft es zwar zu, dass viele Senioren aufgrund einer geringen Rente armutsgefährdet sind. Wird jedoch nicht nur das Einkommen, sondern auch das Vermögen betrachtet, ergibt sich laut  „FAZ“ ein völlig anderes Bild – und Senioren erscheinen im Schnitt ärmer als sie sind.

Vermögen in Annuitäten umgerechnet
Für die Studie hatten die Forscher des IW die Vermögenswerte in Annuitäten umgerechnet und diese als liquide betrachtet. Das Ergebnis: Ohne Berücksichtigung des Vermögens lag das monatliche Einkommen von Senioren ab 65 Jahren bei durchschnittlich 2.066 Euro, womit sie hinter den jüngeren Bevölkerungsgruppen liegen.

Unter Berücksichtigung des Vermögens steigen ihre monatlichen Einnahmen auf 3.574 Euro und sie haben unterm Strich mehr zur Verfügung als die beiden anderen betrachteten Altersgruppen.


Mit Vermögen gilt jeder zweite Senior als „reich“
Der Bevölkerungsanteil der als „reich“ bezeichneten Senioren ab 65 Jahren mit einem Nettoeinkommen, das über dem 2,5-fachen des Medianwerts liegt, beträgt nach üblichem Maßstab 17 Prozent. Wird das Vermögen hinzugerechnet, steigt er auf knapp 50 Prozent, heißt es im „FAZ“-Artikel mit Verweis auf die Studie.

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