Einfache Produkte für eine smarte Altersvorsorge
Rentensparer in Deutschland benötigen einfachere und günstigere Vorsorge- und Anlageprodukte, die transparent, digital und flexibel sind. Die negative Wahrnehmung der Riester-Rente unterstreicht, wie wichtig Alternativen wie zum Beispiel ETF-basierte Rentenprodukte sind. Vorhaben der Bundesregierung wie die Frühstart- und die Aktivrente sollen die Inklusion und Chancengleichheit fördern und langfristig zu besseren Ergebnissen beitragen. Da inzwischen von vielen verstanden wird, wie ETFs funktionieren und diese ein hohes Vertrauen genießen, könnte eine Einbindung in Rentenprodukte die Geldanlage vereinfachen und die Vorsorge für den Ruhestand verbessern.
ETFs können bei der anstehenden Rentenreform eine wichtige Rolle spielen
Gemäß der BlackRock „People and Money“ Studie 2025 gibt es in Deutschland 14,5 Millionen Menschen, die in ETFs anlegen. Das sind fast die Hälfte aller europäischen ETF-Anleger. Die Studie ergab außerdem, dass ETFs inzwischen das zweitbeliebteste Anlageprodukt in Deutschland sind und dass 48 Prozent der Erwachsenen zumindest über ein Grundverständnis der Funktionsweise von ETFs verfügen – eine Grundlage, auf der sich aufbauen lässt.1
Auch die Umfrage zur Altersvorsorge von BlackRock unterstreicht das Interesse vieler Rentensparer in Deutschland, ETFs im Rahmen ihrer Altersvorsorge zu nutzen, um mit ihnen transparentere und kostengünstigere Vorsorgelösungen aufzubauen.
Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (35 Prozent), Einfachheit (26 Prozent) und Flexibilität (26 Prozent) sind die drei Eigenschaften, die die meisten Erwerbstätigen in Deutschland nennen, wenn sie nach ihrem idealen Altersvorsorgeprodukt gefragt werden. Diese Kriterien spiegeln sich auch im geplanten Anlageverhalten wider.
Mit 47 Prozent erwägt fast die Hälfte der Erwerbstätigen, in den kommenden zwei bis drei Jahren in einen ETF-Sparplan oder ETFs zu investieren oder eine Rentenversicherung mit integriertem ETF-Sparplan abzuschließen.
Damit liegt das Interesse an ETFs auf einem ähnlichen Niveau wie bei den 47 Prozent, die eine klassische Rentenversicherung interessant finden, und deutlich über den 19 Prozent, die eine Kapitallebensversicherung in Betracht ziehen würden.
Grafik 2: Großes Interesse, in den nächsten Jahren mehr für die Altersvorsorge zu tun
Fazit: Reformen, ETFs und neue Vorsorgelösungen ebnen den Weg in einen sicheren Ruhestand
Die BlackRock-Umfrage zur Altersvorsorge in Deutschland zeigt: Es gibt bei der finanziellen Planung für den Ruhestand noch viele Herausforderungen – doch der Wandel hat längst begonnen. Zwar fühlt sich derzeit nur rund ein Drittel der Befragten auf einem guten Weg zu einem finanziell sicheren Ruhestand, doch das Interesse an neuen Vorsorgelösungen wächst spürbar. Immer mehr Menschen möchten ihre finanzielle Zukunft aktiv gestalten, sich besser informieren und gezielt vorsorgen.
Die geplanten Reformen in der betrieblichen und privaten Altersvorsorge weisen in die richtige Richtung: Sie zielen darauf ab, Vorsorge einfacher, transparenter und zugänglicher zu machen. Gleichzeitig zeigt das zunehmende Interesse an ETFs und ETF-Sparplänen, dass viele Sparer nach flexiblen, kosteneffizienten und renditeorientierten Wegen suchen, um ihre Altersvorsorge selbst in die Hand zu nehmen. Diese Entwicklungen eröffnen große Chancen für Sparerinnen und Sparer, die frühzeitig aktiv werden und auch die Möglichkeiten der Kapitalmärkte gezielt für ihren Ruhestand nutzen möchten.
Alle Angaben basieren, sofern nicht anders angegeben, auf den Antworten der 2.200 Befragten im Zeitraum vom 18. Juli bis 12. August 2025.
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1 Quelle: BlackRock, People & Money Studie, 13. November 2025.