Beratungsgespräch: Ein neues Tool von Morgen & Morgen ermöglicht Vermittlern nach Unternehmensangaben eine Beratung und Dokumentation in der Altersvorsorge, die der Versicherungsvertriebsrichtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) entspricht. Foto: Deutsche Bank

Altersvorsorge

Morgen & Morgen analysiert Policen per Stresstest

Pascal Schiffels, M&M

Das Software- und Analysehaus Morgen & Morgen (M&M) aus Hofheim setzt nach eigenen Angaben „neue Maßstäbe für Vergleichbarkeit und Transparenz in der Altersvorsorge“. Das neue M&M-Tool IDD-Profiler sei der erste und bislang einzige Vergleichsrechner, der Produkte aus allen drei Schichten der Altersvorsorge umfasst. Enthalten sind aktuell Policen der Versicherer Alte Leipziger, Axa und Canada Life. Ein weiterer stehe „bereits in den Startlöchern“.

Alle Tarife würden einem Stresstest mit 10.000 börsentäglichen Kapitalmarktszenarien über 30 Jahre unterzogen. Ergebnis ist jeweils ein Chancen-Risiko-Profil. Es zeigt, welche Renditeschwankungen bei dem jeweiligen Tarif eintreten können. Wissenschaftliche Grundlage für den IDD-Profiler bildet der sogenannte Volatium-Standard. Dieser steht nach Unternehmensangaben für „umfassende Transparenz und Vergleichbarkeit von Renditewahrscheinlichkeiten“.

Chancen-Risikoprofil und Bedarf des Kunden

Für Vermittler entstehe durch den IDD-Profiler „eine einzigartige Möglichkeit kundenorientiert genau die Tarife transparent zu durchleuchten, die der Risikoneigung und dem Bedarf des Kunden entsprechen“, heißt es von M&M. In wenigen Schritten könne der Vermittler das Risikoprofil seines Kunden ermitteln. Im Anschluss würden automatisch die Tarife dargestellt, die auf das Chancen-Risikoprofil und den Bedarf des Kunden zugeschnitten sind.

Das Ergebnis sei eine „vollständig IDD-konforme Beratung und Dokumentation in der Altersvorsorge, die so am Markt einzigartig ist“, heißt es von M&M. „3-6-9-Einheitsbrei war gestern“, kommentiert Pascal Schiffels, Mitglied der M&M-Geschäftsleitung. „Selbstverständlich bieten wir auch Wettbewerbern und Portalen an, diese neuartige Darstellung einzusetzen beziehungsweise im Rahmen ihrer Anwendungen ebenfalls zu verwenden“, so Schiffels weiter.

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